„Große Herausforderung“

Grönemeyer-Konzert: Aufbau auf Karlswiese dauert fast eine Woche

Trat zuletzt vor acht Jahren in Kassel auf: 30 000 Menschen waren bei dem Konzert von Herbert Grönemeyer am 26. Mai 2003 im Auestadion. Archivfoto:  Herzog

Kassel. „Das wird für uns und den Veranstalter eine ganz große Herausforderung“, sagt Michael Boßdorf. Der Chef der staatlichen Gartenanlagen der Museumslandschaft Kassel (MHK) spricht von dem Herbert-Grönemeyer-Konzert, das MM-Konzerte am Freitag, 10. Juni, auf der Karlswiese veranstaltet.

Die MM-Geschäftsführer Uwe Vater und Christian Schaeling rechnen mit 30.000 Besuchern.

Es gebe keinen anderen Ort mehr in Kassel, an dem man ein Open-Air-Konzert in dieser Größenordnung veranstalten könne. Laut Schaeling könnten aufgrund der zu engen Zuwege vor dem Schloss Wilhelmshöhe höchstens 15.000 Zuschauer untergebracht werden.

Michael Boßdorf

Den Schloss-Vorplatz für ein Grönemeyer-Konzert hätte die MHK wohl auch nicht genehmigt, sagt Boßdorf. Da man mit dem Veranstalter aber über viele Jahre gute Erfahrungen bei Projekten im Schloss Wilhelmsthal gemacht habe, habe es grünes Licht für die Karlsaue gegeben. Die Genehmigung für das Open-Air-Konzert sei natürlich an Auflagen gebunden. So müssen zum Beispiel die Flächen, wo schweres Fahrzeug unterwegs sei und der Platz für die Bühne mit sogenannten Schwerlastplatten geschützt werden, sagt Boßdorf. Zudem darf die Bühne nicht in der Nähe von Bäumen stehen, um das Wurzelwerk nicht zu gefährden.

Uwe Vater gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er von der Konstruktion spricht. „So eine gigantische Bühne hat es in Kassel noch nicht gegeben.“ Für den Aufbau wird eine knappe Woche eingeplant.

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Wo 30.000 Menschen sind, da muss es auch ausreichend Toiletten geben. Da vor Ort keine Kanalisation vorhanden ist, werden bis zu 150 Dixi-Klos auf der Seite der Bühne (Richtung Innenstadt) aufgestellt. Auf der Seite des Auedamms (Richtung Fulda) sollen zudem Toiletten-Container zur Verfügung stehen. Die Veranstalter setzen darauf, dass das Gros der Konzertbesucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist. Die Eintrittskarte soll auch als Fahrkarte in den Bussen und Trams gelten. Entsprechende Gespräche mit der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) habe es bereits gegeben.

Parkmöglichkeiten werde es an den Messehallen, an der Eissporthalle und auf der Schwanenwiese geben. Man denke darüber nach, einen Shuttle-Service einzusetzen. Der Auedamm werde an dem Abend für den Individualverkehr gesperrt.

Für die Gastronomie werde vermutlich ein Generalunternehmer beauftragt. „Wir wollen aber auch noch mit den örtlichen Brauereien sprechen, um sie mit ins Boot zu nehmen“, sagt Vater.

Karten für 59,13 Euro gibt es ab heute in allen HNA-Geschäftsstellen, unter Tel. 0561/ 203-204, sowie unter

www.hna-kartenservice.de

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