Beginn im März 2021

Kassel: Rheinmetall modernisiert Bundeswehr-Fahrzeuge - Auftragswert im Millionenbereich

Ein Boxer-Führungsfahrzeug der Bundeswehr.
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Rheinmetall in Kassel modernisiert weitere 27 Boxer-Führungsfahrzeuge der Bundeswehr. (Symbolbild)

Der Rüstungskonzern Rheinmetall wird für die Bundeswehr 27 Militär-Fahrzeuge modernisieren. Zuständig dafür ist das Werk Kassel.

Kassel/Düsseldorf – Erneut hat sich der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall einen Großauftrag gesichert. Wie das Unternehmen mitteilte, bringt es weitere 27 Boxer-Führungsfahrzeuge der Bundeswehr auf den modernsten Rüststand. Die Fahrzeuge werden durch die Rheinmetall Landsysteme GmbH im Kasseler Werk modernisiert. Der hiesige Standort ist das Kompetenzzentrum für taktische Radfahrzeuge der Vehicle Systems Division im Konzern.

Ein entsprechender Auftrag wurde laut Rheinmetall Ende Januar 2021 vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr erteilt. Planmäßig sollen die Arbeiten demnach im März 2021 beginnen; die Auslieferungen sind zwischen 2022 und 2024 geplant. Der Auftragswert liegt im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Rheinmetall: Militär-Fahrzeuge aus Kassel werden von mehreren Nationen genutzt

Der Boxer ist ein Führungsfahrzeug, das derzeit in der Bundeswehr in vier Varianten genutzt wird. Das gepanzerte Transport-Kraftfahrzeug findet in den mechanisierten Verbänden als bewegliche Befehlsstelle und als Gefechtsstandfahrzeug Verwendung. Die Fahrzeuge verfügen über eine umfangreiche Funkgeräteausstattung und moderne Führungsmittel. Die Besonderheit des Boxer ist, dass sich austauschbare Missionsmodule aufsetzen lassen. Er kann somit für unterschiedliche Aufgaben wie Transport-, Sanitäts- oder Schützenpanzer ausgerüstet werden.

Bei der Bundeswehr ist der Boxer seit 2011 im Einsatz, beim niederländischen Heer seit 2013. Weitere Abnehmer sind das litauische und das australische Heer. 2019 bestellte die britische Regierung mehr als 500 der Fahrzeuge.

Auftrag sieht viele Modernisierungen von Rheinmetall in Kassel vor

Die Aufrüstung im Auftrag der Bundeswehr auf den neuen Konstruktionsstand A2 umfasst umfangreiche Modernisierungen unter anderem des Fahrersichtsystems, der Abgas- und Kühlluftführung, der Abschleppvorrichtung, des Fahrerstands, des Scheinwerfersystems sowie der Software und Systemsicherheit.

Zudem werden Satellitenkommunikation, Funkausstattung, Sprach- und Datenübertragung sowie IT-Ausstattung verbessert. Der jetzt erteilte Auftrag schließt an die 2017 gestartete Modernisierung von 38 Boxer-Führungsfahrzeugen auf den Konstruktionsstand A2 an. Mit ihm wird zukünftig die gesamte Flotte der insgesamt 65 deutschen Boxer der Truppe auf neuestem Stand sein. (Nicole Schippers)

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