Botanischer Garten an der Bosestraße

3000 Besucher bei der Pflanzenbörse: Großer Treff der Gartenfans

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Duftende Kräuter: Maria Frenzel (von links) und Ihno Basse aus Kassel bewundern einen Kaskadenthymian am Stand von Carsten Werner und Heike Neuroth von der Naturgarten-Oase in Göttingen.

Kassel. Es duftet herrlich am Stand von Carsten Werner. Rund 80 verschiedene Kräuter findet man dort. Zum Beispiel Kaskadenthymian. „Er riecht sehr erdig. Sein Aroma gleicht dem eines Waldes“, sagt Werner. Daneben türmen sich weitere Sorten Thymian, Basilikum, Salbei, Minze und Verbene.

„Sie vertragen keine Zugluft“, sagt Werner und deutet auf die Lavendelpflänzchen. Er weiß, was seine Kräuter brauchen, um gut zu gedeihen.

Zum zehnten Mal fand im Botanischen Garten die Pflanzenbörse statt. An 35 Ständen boten Laiensammler, Gärtner und Baumschulen eine Vielzahl von Blumen, Grünpflanzen, Kräutern, Kakteen, Blumenzwiebeln und andere schöne Dinge für Balkon, Terrasse und Garten an. Man konnte hausgemachte Marmeladen und köstlichen Honig erstehen.

Ein Marktplatz bot Gelegenheit, seinen Pflanzenlieblingen ein neues Zuhause zu suchen – „gegen eine Spende für den Botanischen Garten“, sagt Volker Lange vom Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel. An seinem Stand erhielten Gartenliebhaber eine Menge Informationsmaterial. Rund 3000 Besucher kamen, so schätzt Lange, um in diesem bunten Potpourri zu stöbern.

Kinder konnten am Stand des Schulbiologiezentrums Kassel Bekanntschaft mit dem Kleinen Nachtpfauenauge machen. Die Nachtfalter saßen seelenruhig auf einem Zweig, ließen sich bewundern.

„Bis aus einer kleinen Raupe ein solch schöner Schmetterling wird, dauert es“, sagt Werner Waldrich, Lehrer am Schulbiologiezentrum. Luca (11) und Lenn (6) Hildebrandt bekamen von ihm eine durchsichtige Dose mit kleinen Raupen, die sie nun pflegen und beobachten. „In fünf bis zwölf Wochen sind sie so groß wie der kleine Finger“, hoffen die Jungs.

Auch Stadtbaurat Christof Nolda war begeistert von den vielen Besuchern: „Das zeigt, dass der Garten in der Stadt eine Rolle spielt. Er ist hier als Lebensraum und Genussort angekommen.“ Zusammen mit Regula Ohlmeier, der Leiterin des Umwelt- und Gartenamtes, verteilte er einige Hundert Päckchen der beliebten Samenmischung „Vorfreude“. Sie wurde zum Stadtjubiläum aufgelegt. 40 Sorten Blumen und Kräuter stecken in dem Päckchen. Sie blühen viele Monate und tauchen die Stadt mit ihrer Vielfalt in ein weiß-blaues Blütenmeer.

Von Helga Kristina Kothe

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