Wissenschaft und Wirtschaft

Gründungs- und Innovationszentrum will Brücken schlagen

Modernes Gebäude wächst an geschichtsträchtigem Ort: In einer Woche wird auf dem Gelände der früheren Tuchfabrik Gottschalk der Grundstein für das Gebäude des Science Parks gelegt. Ende 2014 soll das Gründungs- und Innovationszentrum fertig sein. Fotos: Rudolph

Kassel. Die Tiefbauarbeiten auf dem ehemaligen Gottschalk-Gelände sind nahezu abgeschlossen, jetzt wird der Grundstein für den „Science Park“ gelegt. In dem Gründungs- und Innovationszentrum auf dem Uni-Campu entstehen bis Ende 2014 auf 6000 Quadratmetern Büros, Werkstätten, Ateliers und Labore.

Dort können Jungunternehmer sich einmieten und ihre Gründungsideen ausbrüten und umsetzen.

Obwohl der Science Park die Wissenschaft im Namen trägt, sind Gründer aus allen Fachbereichen der Uni angesprochen, sagt Dr. Oliver Fromm, Geschäftsführer der Science Park GmbH, deren Eigentümer Stadt und Uni sind. Auch Jungunternehmer von außerhalb der Hochschule können sich für Räume in dem neuen Zentrum bewerben.

Hier werden aus Ideen Unternehmen: So soll der Science Park Kassel auf dem Campus-Nord aussehen. Foto: Birk, Heilmeyer und Frenzel/nh

Durch die räumliche Nähe soll eine Zusammenarbeit der Gründer verschiedener Branchen gefördert werden, sodass neuartige Lösungsansätze entstehen. Auch Räume für eine sogenannte Ideenwerkstatt sind daher vorgesehen: Dort können Kassels kreative Köpfe gemeinsam Produkte und Geschäftsideen von morgen entwickeln. Ansprechbar für Hilfe bei der praktischen Umsetzung ist die Gründungsberatung Inkubator der Uni, die ebenfalls in das Gebäude einzieht.

Der Transfer von Wissen aus der Uni in Wirtschaft und Gesellschaft soll keine Einbahnstraße sein. Die Unternehmen im Science Park sollen umgekehrt auch Forschung und Lehre an der Uni befruchten, sagt Fromm. Wer einen Platz in dem Zentrum haben möchte, verpflichtet sich, mit der Uni zusammenzuarbeiten und Praktikumsplätze für Studenten zur Verfügung zu stellen.

30 bis 60 Unternehmen können in dem viergeschossigen Gebäude Platz finden, das von oben gesehen die Form einer Brezel haben wird. Fluktuation gehört zum Konzept: Maximal acht Jahre kann man sich einmieten, damit stets ein frischer Wind im Science Park weht. Die Wände im Innern können je nach Platzbedarf der Unternehmen versetzt werden.

Für die Hälfte der Flächen gibt es schon Interessenten. Es gehe aber nicht darum, das Haus so schnell wie möglich voll zu bekommen. „Wir müssen die Richtigen drinhaben“, sagt Fromm. Man rechne damit, dass es nach der Eröffnung drei Jahre dauert, bis das Gebäude ausgelastet ist.

Von Katja Rudolph

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