Pflanzenbörse im Botanischen Garten ist Treffpunkt für Hobbygärtner

Fündig geworden: Bettina Weith (von links) und ihr Mann Armin Kasper aus Kaufungen haben sich am Stand von Florian Härtl (rechts) für die Englische Schau-Aurikel entschieden. Sie betört mit ihrem Duft und ihrer Farbe. Ebenso wie die das lila Porzellansternchen in Härtls Händen. Fotos:  Kothe

Kassel. Besser hätte dieser Tag nicht beginnen können: mit Sonnenschein. Von 10 Uhr an strömten am Sonntag die Besucher der Pflanzenbörse in den Botanischen Garten und füllten die Allee, die rechts und links von 40 Ständen gesäumt war.

Dort gab es eine Menge zu entdecken: farbenfrohe Stauden und Blumen, immergrüne Gewächse, Gemüsezöglinge, Kräuter, Dekoration und Gartentechnik sowie allerlei selbst Gemachtes wie Marmelade und Honig. Eine Vielfalt, die zum Staunen und Kaufen anregte.

Für Hobbygärtner und Pflanzenliebhaber hat sich die Pflanzenbörse in Kassel längst zu einer festen Größe etabliert. Seit vielen Jahren findet sie zweimal im Jahr im Botanischen Garten statt. „Richtig gut besucht“, freut sich Volker Lange vom Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel. Er schätzt, dass rund 4000 Besucher da waren. „Es ist wunderbar zu sehen und zu hören, wie die Besucher sich untereinander und mit den Experten austauschen.“

Zeitreise: Die neunjährige Susana (links) und Carsten Schäfer aus Kassel bestaunen eine Tintenschnecke am Stand des Naturkundemuseums.

Florian Härtl hat aus seiner Gärtnerei in Niedenstein heimische Orchideen und Staudenraritäten mitgebracht - zum Beispiel Erdorchideen, Mittagsblumen und Gartengrassternchen. „Alles mehrjährige und winterharte Pflanzen“, erläutert Härtl. Gezogen werden sie in seiner Gärtnerei, sodass sie im hiesigen Klima bestens blühen und gedeihen. „Das Interesse an diesen Pflanzen ist sehr groß. Denn ihre Besitzer haben sehr lange Freude an ihnen.“

Auch Bettina Weith und ihr Mann Armin Kasper aus Kaufungen sind an Härtls Stand fündig geworden. Sie haben sich für die Englische Schau-Aurikel entschieden, eine Pflanze, mit der sie schon immer mal geliebäugelt haben: „Ihr intensiver Duft und die schöne Farbe haben uns gelockt, sie endlich zu kaufen. Ihren Platz soll sie in unserem Garten finden.“ Härtl schwärmt von ihr: Bei guter Pflege halte die Aurikel ein Leben lang. Und das liegt wohl in ihren Genen: Denn die Mutter aller Aurikeln ist die gelbe Schlüsselblume, die ihre Heimat im kargen Gebirge hat.

Langeweile stand auch für Kinder nicht auf dem Programm: So erfuhren sie zum Beispiel beim Schulbiologischen Zentrum, wie aus kleinen Raupen wunderschöne Nachtpfauenaugen werden.

Während der Bioleka Rallye galt es an verschiedenen Stationen Aufgaben zu lösen. Am Tisch von Roland Ruhnau, Museumspädagoge des Kasseler Naturkundemuseums, liegen Millionen Jahre alte Fossilien ausgebreitet: „Welches war einmal ein Tintenfisch?“ Den Seeigel und auch die Austernmuschel macht die neunjährige Susana aus Kassel schnell aus: „Das habe ich schon mal gesehen.“

Staunend hält sie schließlich den Nautilus in der Hand. Ein Schneckengehäuse, in dessen Öffnung einmal ein Tintenfisch saß.

Von Helga Kristina Kothe

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.