Das grüne Herz liegt auf Eis

Neugestaltung des Unterneustädter Kirchplatzes voraussichtlich erst 2013/2014

Noch unübersichtlich: Der Unterneustädter Kirchplatz ist nur schwer als Einheit zu erkennen. Das soll sich mit der Neugestaltung ändern. Doch die lässt auf sich warten.

Unterneustadt. Seit sechs Jahren liegen die Pläne für die Gestaltung des Unterneustädter Kirchplatzes in der Schublade. Doch bis sich das von der Leipziger Straße geteilte Oval in eine grüne Mitte verwandelt, wird noch einige Zeit vergehen.

Erst wenn das neue Wohn- und Pflegeheim der Sozialgruppe Kassel 2012 auf dem freien Grundstück neben dem Sitz des Teleshopping-Unternehmens QVC steht, soll der in der Barockzeit geplante Platz neu gestaltet werden.

Vor 2013/2014 ist wohl nicht damit zu rechnen, dass die 2004 erarbeiteten Pläne des Kasseler Büros Stadtlandschaft umgesetzt werden. Sie sehen niedrige Hecken als Einfassung, viele Bäume und Bänke vor. Wie im Süden könnten Boule- und Boccia-Spieler im Sommer den 150 mal 95 Meter großen Platz nach den Vorstellungen der Planer beleben.

Einheitliche Gestaltung

Die einheitliche Platzgestaltung und die noch ausstehende Bebauung des Grundstücks an der Einmündung der Hafenstraße in die Leipziger Straße sollen auch dazu beitragen, dass die Verkehrsführung am Unterneustädter Kirchplatz besser akzeptiert wird. Noch biegen viele Autofahrer, die aus dem neuen Wohnquartier auf dem ehemaligen Messeplatz kommen, verbotswidrig links in die Leipziger Straße ein. Dabei müssten sie geradeaus und an der ehemaligen Elwe vorbeifahren, bevor sie nach rechts in die Leipziger Straße abbiegen können.

„Wenn das Gebäude steht, hat das eine ganz andere Wirkung“, sagt der Leiter des Stadtplanungsamtes, Heinz Spangenberg. Er setzt auf den Lückenschluss. Doch noch kann die Waschanlage auf dem Eckgrundstück aufgrund vertraglicher Regelungen für einige Jahre stehen bleiben. Es ist auch kein Investor in Sicht, der dort bauen möchte. „Das ist ein Zukunftstraum“, sagt Spangenberg.

So soll es werden: Bäume und Hecken sollen das Oval des Unterneustädter Kirchplatzes betonen.

Ortsvorsteher Joachim Schleißing (Grüne) sieht zwar Verbesserungsbedarf, klagen will er aber nicht. Die Verkehrsführung funktioniere, wenn auch nicht immer gut und zufriedenstellend. Die Probleme mit falschen Abbiegern hätten sich gelegt. Allerdings sei der Überweg für Grundschüler problematisch, weil die Leipziger Straße nicht in einem Zug überquert werden kann. „Es wäre vernünftig, wenn sich das Straßenverkehrsamt den Unterneustädter Kirchplatz einmal ansehen würde“, sagt Schleißing. Angesichts der finanziellen Lage der Stadt habe er aber wenig Hoffnung auf größere Veränderungen.

Von Ellen Schwaab

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.