Grüne: „Plan mit K+S kein Erfolg für uns“

Sigrid Erfurth

Kassel. Einigen kritischen Fragen musste sich Sigrid Erfurth, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im hessischen Landtag, in Kassel stellen.

Als Gast bei der Kreismitgliederversammlung der Grünen sprach sie am Freitag offen über das erste Jahr der schwarz-grünen Koalition in Wiesbaden.

Besonders schwer gefallen sei ihr persönlich die Zustimmung zum Vier-Phasen-Plan mit dem Kasseler Kali-Konzern K+S zur Werra-Versalzung gefallen, räumte sie ein. „Ich finde nicht, dass der Vier-Phasen-Plan ein Erfolg für die Grünen ist, sondern die bittere Wahrheit“, sagte Erfurth, die aus dem Werra-Meißner-Kreis stammt. „Aber es gibt keine bessere Lösung.“ Die eigentlich favorisierte Salz-Pipeline zur Nordsee sei ökologisch nicht effizient und es gebe dafür keine politischen Mehrheiten.

Allerdings gehöre das Thema ebenso wie aktuell der Rechtsstreit mit dem Energiekonzern RWE um die Abschaltung des Kernkraftwerks Biblis zu den „Altlasten“, die man von Vorgänger-Regierungen habe übernehmen müssen. Mit den Grünen werde bei der Werra-Versalzung nicht mehr von Genehmigung zu Genehmigung „gewurschtelt“. Stattdessen werde K+S mit einem „klugen Plan“ in Haftung genommen, bei der Kali-Produktion auch in die Abfallvermeidung zu investieren. (clm) Archivfoto: Sagawe

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