Video: So machen wir Grüne Soße

Grüne Soße aus Nordhessen: Darauf sollten Sie bei der Zubereitung achten

Das eine Rezept für Grüne Soße existiert nicht. Foodbloggerin Christina Heß sagt: „Jeder kann reinmachen, was er will.“ Wir zeigen, was man dabei aber unbedingt beachten sollte. Fünf Tipps und eine Anleitung im Video.

Für die Kasseler Foodbloggerin Christina Heß alias Christina macht was ist es eine wunderschöne Ostertradition: An Gründonnerstag trifft sich die ganze Familie zum gemeinsamen Grüne-Soße-Zubereiten. Dann werden Kräuter gehackt und Schmand gerührt, Kartoffeln gekocht und Eier geschält. 

Zu Ostern gibt die 27-Jährige Tipps: Darauf kommt es bei Grüner Soße ihrer Meinung nach an.

1. Vertrauen Sie auf die Familie

„Wir schnippeln total gern alle zusammen“, sagt die 27-Jährige. Für sie ist Grüne Soße eng mit der Familie verknüpft. „Jede Familie hat ihr eigenes Rezept“, sagt sie. Und das findet sie auch gut so.

2. Mischen Sie in die Soße, was Ihnen schmeckt

Jeder sollte nur die Zutaten verwenden, die er mag. „Dabei kann man eigentlich nichts falsch machen“, sagt Heß. Üblich ist es in Kassel normalerweise, für die Grüne Soße Schmand mit Saurer Sahne zu vermengen. Heß schwört aber darüber hinaus auch auf Quark in der Grünen Soße – obwohl ihr da viele Kasseler vehement widersprechen würden. Laut Heß sorgt Quark einfach für eine bessere Konsistenz.

3. Lassen Sie den Mixer im Küchenschrank

Nur ein No-Go gibt es laut Heß: Das Pürieren mit dem Mixer. Die Frankfurter mixen ihre Grüne Soße, damit die Kräuter ganz fein werden, die Kasseler würden so etwas niemals tun. Sie schnippeln die Kräuter grob und verrühren sie mit dem Schmand-Saure-Sahne-Gemisch.

Die Kasseler Foodbloggerin Christina Heß alias Christina macht was mit ihrem neuen Buch "Weihnachten vegetarisch".

4. Lassen Sie sich von den Frankfurtern nicht verwirren

Auch die Auswahl der Kräuter in Nord- und Südhessen unterscheidet sich. In Frankfurt werden traditionell Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch verwendet, in Kassel kommen statt Kerbel und Kresse eher Dill oder auch Zitronenmelisse in die Soße.

5. Kaufen Sie die Kräuter frisch

Wer keinen eigenen Garten hat, sollte die Kräuter frisch in der Gemüseabteilung kaufen – und dabei nur die auswählen, deren Geschmack er auch wirklich mag. Manche Menschen essen laut Heß beispielsweise Pimpinelle oder Sauerampfer nicht so gern, für die Foodbloggerin gehört beides aber zwingend in die Grüne Soße. Von Mischungen für die Tiefkühltruhe rät Heß ab: „Hier kann man sich die einzelnen Kräuter ja nicht aussuchen.“

Grüne Soße: Das Rezept aus unserem Video zum Nachlesen

Die Zutaten: 

  • 500 g Schmand 
  • 400 g Saure Sahne 
  • 200 g Naturjoghurt 
  • 2 Tüten frische Kräuter (Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln, Petersilie, Pimpinelle, Dill, Borretsch, Sauerampfer) 
  • 10 Eier 
  • 1 bis 2 Teelöffel Senf mittelscharf Salz Pfeffer

Die Zubereitung:  

  • Kräuter waschen und hacken 
  • Schmand, Saure Sahne und Naturjoghurt in eine Schüssel geben und Kräuter hineinmischen 
  • Senf, Salz und Pfeffer hineingeben und abschmecken 
  • Eier 8 Minuten kochen, abschrecken, pellen, in Stücke schneiden, in die Schüssel geben, umrühren 
  • Schüssel abdecken und für einige Stunden in den Kühlschrank, damit die Grüne Soße schön durchziehen kann 
  • Kartoffeln schälen und kochen 
  • Genießen

Leser-Rezept

Hier das Rezept von Leser Andre Lechner aus Immenhausen:

  • Für die Grüne Soße werden nach gutdünken Petersilie, Dill, Schnittlauch, Frühlingszwiebeln, Borretsch, Pimpinelle und Mellise kleingehackt, nicht zu fein (die Kräuter müssen vorm Hacken gut getrocknet werden, damit es kein Wasser zieht).
  • Dann verwenden wir nur den Schmand von frischer Milch.
  • Auf ein ordentlich dickes Bund Kräuter kommen 12 hartgekochte Eier grob gehackt. 
  • Nun werden Kräuter, Schmand und Eier verrührt und mit ein bis zwei Löffeln Senf, einer Handvoll Zucker und Saft einer halben Zitrone vermengt und mit Salz abgerundet.
  • Der Schmand muss so dick sein, dass er nicht durch die Gabel läuft. 
  • Grüne Soße eine Nacht lang ziehen lassen.
  • Rubriklistenbild: © Andreas Berger

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