SPD setzt weiter auf Behördenzentrum bei Salzmann

Grüne: Stadt Kassel soll Umbau der Eishalle finanzieren

Kassel. Nach den Vorstellungen der Grünen soll sich die Stadt Kassel finanziell an einem Umbau der Eissporthalle in eine Multifunktionshalle beteiligen. Das hat Dieter Beig, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion, in einem Redaktionsgespräch vorgeschlagen.

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Auf einen Betrag wollte er sich nicht festlegen. Bedingung sei, dass der Umbau der Eishalle losgelöst von der Zukunft des Salzmann-Geländes im Stadtteil Bettenhausen diskutiert wird.

Dessen Eigentümer Dennis Rossing hatte beide Projekte miteinander in Verbindung gebracht, nachdem seine Pläne gescheitert waren, auf dem Salzmann-Gelände eine Multifunktionshalle zu errichten. Er hatte angekündigt, die Eissporthalle zu kaufen und zu modernisieren, falls die Stadt bei Salzmann 13.000 Quadratmeter Bürofläche für 25 Jahre mietet.

Derzeit ist die Eishalle im Besitz des Kaufunger Unternehmers Simon Kimm. Rossing hat aber eine Kaufoption, die bis Ende August läuft.

Die Grünen sind nach wie vor skeptisch gegenüber Plänen, auf dem Salzmann-Gelände Teile der Stadtverwaltung unterzubringen. „Für einen Investor mag ein Behördenzentrum ein guter Ankermieter sein“, sagte Beig. „Für die Entwicklung des Stadtteils ist es das nicht.“ Vielmehr müsse die Stadt ein Gesamtkonzept aufstellen, um die positive Entwicklung im Kasseler Osten zu fördern.

Damit dürfte sich wie schon vor der Kommunalwahl ein Konflikt im Rathaus anbahnen. Denn die SPD setzt weiter darauf, bei Salzmann Flächen für die Stadtverwaltung zu mieten. Entscheidend sei aber auch für die Sozialdemokraten, „dass sich das Vorhaben für sich allein betrachtet für die Stadt rechnet und sinnvoll ist“, sagte Wolfgang Rudolph, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Rathaus. Derzeit verhandeln beide Parteien über eine Zusammenarbeit in der kommenden Wahlperiode.

Von Claas Michaelis

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