Grundstein für Gründungszentrum auf Uni-Campus gelegt

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Jetzt wächst’s nach oben: Ab sofort beginnen die Arbeiten für den Rohbau des Science Parks. Die Bauarbeiter Miro Knezovic (von links), Zamo Ljajic, Luli Loki, Sadik Krlic und Polier Lutz Ziehn (Riedel Bau) besprachen gestern die nächsten Schritte.

Kassel. „Ideen erfolgreich machen“, so der Slogan des Innovations- und Gründungszentrums, das auf dem Campus zwischen Mombach- und Gottschalkstraße entsteht. 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Uni und Gründerszene kamen am Montag zur Veranstaltung, bei der Zeitdokumente ins Fundament eingemauert wurden.

Die Idee für den „Science Park Kassel“ ist gemessen am Interesse an der Grundsteinlegung schon jetzt ein Erfolg.

Ist das Gebäude ab 2015 in Betrieb, wird sein Erfolg sich an dem seiner Mieter messen: Im Science Park sollen Gründer verschiedener Branchen auf 6000 Quadratmetern Raum für ihre jungen Unternehmen finden. Was das neue Zentrum zu bieten hat, brachte Geschäftsführer Dr. Oliver Fromm auf eine kurze Formel: flexibel gestaltbare Räume, ein großes Netzwerk und Unterstützung. Auch die Gründungsberatung Inkubator und das Patentinformationszentrum Gino werden einziehen.

Die Uni Kassel im Regiowiki

„Die beste Wirtschaftspolitik ist eine gute Wissenschaftspolitik“, sagte Bundeswirtschaftsminister Florian Rentsch. Ausgründungen aus der Uni sorgten für Innovation und zugleich für Wertschöpfung in der Region.

Mit dem Science Park wolle man Studenten und junge Unternehmen in der Stadt halten, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Es gebe, obwohl man aufgeholt habe, in Kassel nach wie vor zu wenige qualifizierte Arbeitsplätze, ergänzte Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel. Wenn es gelinge, dass mehr hochqualifizierte Uni-Absolventen hierblieben, werde das der Stadt wirtschaftliches Wachstum und auf Dauer auch mehr Einkommensteuer bringen. Die Millioneninvestition sei daher „gut angelegt“, sagte der sonst als Sparer bekannte Kämmerer.

Die Hochschule, die jüngst als Gründeruniversität ausgezeichnet wurde, schärfe ihr Profil mit dem neuen Zentrum weiter, sagte Uni-Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep. In den Ausgründungen werde Forschung zur Anwendung gebracht, zugleich könnten Studenten in den jungen Unternehmen Praktika machen.

Der Science Park sei keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zum bestehenden Gründerzentrum auf der Marbachshöhe, betonte Dr. Gerold Kreuter, der in beiden Einrichtungen als Geschäftsführer arbeitet. Man spreche verschiedene Zielgruppen an. Gründer, die eng mit der Uni kooperieren wollten, suchten die Nähe zum Campus. Für junge Unternehmen, die auf eine Top-Verkehrsanbindung setzten, sei auf der Marbachshöhe die Nähe zum Bahnhof Wilhelmshöhe attraktiv. Beide Gründerzentren hätten ihre Vorteile.

Von Katja Rudolph

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