Grundstein für Hörsaalzentrum gelegt – Fertigstellung zum Sommersemester 2014

Gigantische Baustelle: Das Fundament für das Hörsaalzentrum ist gegossen, der Rohbau soll in einem Jahr fertig sein. Foto: Herzog

Kassel. Ab sofort wächst das Hörsaal- und Campuszentrum (HCC) in die Höhe: Am Mittwochmorgen wurde der Grundstein für den 32 Mio. Euro teuren Neubau auf dem Uni-Gelände an der Moritzstraße gelegt.

Im Oktober vorigen Jahres haben die Bauarbeiten begonnen. Zum Sommersemester 2014 soll das Gebäude, in dem sechs Hörsäle mit insgesamt 2400 Plätzen und und acht Seminarräume entstehen, fertig sein.

Damit werde man die seit Jahren bestehende Raumnot an der Hochschule in den Griff bekommen, sagte Uni-Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep. Neben den zusätzlichen Flächen für Lehrveranstaltungen werden im HCC auch die Service- und Beratungseinrichtungen für Studenten zusammengefasst. Im Foyer wird außerdem künftig Platz zum Verweilen, aber auch für Großveranstaltungen sein. Somit werde das HCC auch ein sozialer Treffpunkt sein und das Campusleben beflügeln, sagt Postlep. Der Entwurf für das Gebäude stammt vom Berliner Büro Raumzeit Architekten.

Herzstück des neuen Campus

Viel Licht zum Lernen: Das neue Hörsaal- und Campuszentrum soll im Frühjahr 2014 fertig sein. Foto: Raumzeit Architekten

Als „Herzstück“ des erweiterten Campus bezeichnete Irene Bauerfeind-Roßmann vom hessischen Wissenschaftsministerium den Neubau, dessen Fundament bereits liegt. Das Hörsaal- und Campuszentrum ist das größte von zahlreichen Bauprojekten an der Universität Kassel, die aus dem Heureka-Programm des Landes finanziert oder gefördert werden. Erst vor zwei Wochen wurde jenseits der Moritzstraße mit dem Bau eines Studentenwohnheims und eines Uni-Kindergartens begonnen, direkt neben der Baugrube des HCC wurde vorige Woche Richtfest für den Mensa-Anbau gefeiert.

Richtbaum der Studenten

Der eigentlichen Grundsteinlegung mit dem traditionellen Einmauern der Zeitkapsel stahl die Studierendenvertretung Asta mit einem Apfelbäumchen fast die Schau. Der „Richtbaum der Studierendenschaft“ solle als Symbol für ein freies, selbstbestimmtes Studium nahe dem neuen Hörsaalzentrum gepflanzt werden, sagte Asta-Vorsitzende Lea Heidbreder. Auf bunten Blättern an dem Baum waren Forderungen an Landesregierung, Uni-Leitung und Studierende formuliert. Unter anderem fordert der Asta weniger Abhängigkeit von Drittmitteln und weniger Konkurrenzdruck zwischen den Hochschulen. Statt auf Anwesenheitslisten und vorrangig klausurorientiertes Lernen solle mehr Wert auf wissenschaftlich-kritisches Studium gelegt werden. Außerdem wünscht sich der Asta mehr Gewicht für die studentischen Stimmen in den Hochschulgremien.

Die Studenten, die sich bislang in der Hörsälen und Seminarräumen drängten, könnten die Fertigstellung des HCC kaum erwarten, sagte Lea Heidbreder. „Strukturmaßnahmen allein reichen aber nicht aus, um die Studienbedingungen zu verbessern.“

Von Katja Rudolph

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