Und Gastronomie

Auf Grundstück des Stadtbads Mitte entsteht schlichter Bürobau fürs RP

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Modern und schlicht: So sieht das neue Geschäftshaus entlang der Mauerstraße aus. Der Blick weist von der Kurfürsten-Galerie (links) in Richtung zur Kreuzung Kurt-Schumacher-Straße.

Kassel. Ein modernes, schlicht gehaltenes, drei- bis fünfgeschossiges Geschäftshaus mit zwei lichten und bepflanzten Innenhöfen entsteht auf dem Grundstück des ehemaligen Stadtbads Mitte und der Evangelischen Diakonie an der Kurt-Schumacher-Straße.

Insgesamt 40 Millionen Euro werden investiert, Entwickler ist die Kasseler OFB-Projektentwicklungsgesellschaft, Architekt ist Hans-Georg Ohlmeier. Mit dem Bau soll bereits im Frühjahr 2015 begonnen werden, die Fertigstellung ist für Herbst 2016 vorgesehen.

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Aktuell steht die OFB-Projektentwicklung in Verhandlung mit dem Hessischen Immobilienmanagement, einem Landesbetrieb Hessens. So wird voraussichtlich als Hauptmieter das Regierungspräsidium (RP) auf 10 000 Quadratmetern mit 450 Arbeitsplätzen in das Gebäude einziehen.

„Sicher ist, dass es sich dabei um die Bußgeldstelle an der Oberen Königsstraße und die Beihilfestelle am Scheidemannplatz handelt“, bestätigt RP-Sprecher Michael Conrad. Alles Weitere sei noch nicht spruchreif. Jürgen Siegel, Leiter der OFB-Niederlassung in Kassel, sagt, die Mietverträge seien noch nicht unterschrieben. Die Verhandlungen seien aber auf einem guten Weg.

Mit der Unterzeichnung sei in zwei Monaten zu rechnen. Die noch verbleibenden 1800 Quadratmeter im Erdgeschoss des Gebäudes sind für Gastronomie und Einzelhandel vorgesehen. „Für die Gestaltung des zwischen Neubau und City-Point entstehenden Platzes soll ein Wettbewerb ausgeschrieben werden“, sagt Stadtbaurat Christof Nolda. Das schnelle Interesse des RP an einem Einzug in das Gebäude hatte das Stadtplanungsamt in Zeitnot gebracht.

So wurde statt eines Wettbewerbs ein Gestaltungsbeirat einberufen, um die städtebauliche Qualität des Gebäudes zu sichern. Die Empfehlungen des Beirats seien in die Planungen einbezogen worden, sagt Siegel. Dem Beirat gehörten an: die Architekten Jochem Jourdan, Ferdinand Heide, Corinna Endreß, Stadtbaurat Christof Nolda und der Geschäftsführer der DomRömer-GmbH, Michael Guntersdorf.

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Für das Projekt wurde bereits ein Bebauungsplan entwickelt. Das Beteiligungsverfahren dazu endet im Juli, der Satzungsbeschluss wird im letzten Quartal 2014 erwartet.

Von Boris Naumann

Video vom Abriss des Stadtbades

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