Mundstuhl erntete Lachsalven in der Großsporthalle Auepark

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Sie sind Mundstuhl: Ande Werner (links) und Lars Niedereichholz.

Ausnahmezustand in der Großsporthalle am Auepark: Unter diesem Programmtitel bot das südhessische Comedyduo Mundstuhl am Donnerstag einen rasanten Gürtellinien-Limbo ohne Rücksicht auf Geschmacksgrenzen, aber auch mit philosophischen Schelmenstücken von der sozialen Bordsteinkante.

Motto: Es ist eigentlich egal, worüber man so schwätzt – Hauptsache, der Vortrag ist flott und krass.

Die Fans lachten sich weg über die überdreht-explosive Art, in der sich Ande Werner und Lars Niedereichholz aus komödiantischen Missverständnissen heraus in Anbrüllerei hineinsteigerten – und die mit Verzögerung zündende Heimtücke, mit der sie sich gegenseitig für bescheuert erklärten: „Sach ma’, Alter, wirst du morgens mit dem Bus abgeholt?“

Harmlos, doch bereits skurril fingen die Scharmützel an: Kann man Pinguine als Brennstoff für die Zentralheizung verwenden? Wäre der kleine Staat Montenegro, wenn man ihn bügeln würde, nicht ebenso groß wie Russland? Was war eigentlich mit El Lute los, der laut dem alten Michael-Holm-Schlager „nie die Sonne gesehen“ hat? Stets kamen die Zwei mit Erklärungen um die Ecke, wie sie bizarrer kaum sein könnten.

Ein Wiedersehen gab es mit Mundstuhl-Kultfiguren wie den beiden Kanak-Slang-Kumpels Dragan und Alder oder den ostdeutschen Plattenbau-Jungmüttern Peggy und Sandy. Das Publikum feierte das schlagfertige Duo begeistert – und hielt zuvor tapfer auch derbste Frauen- und Schwulenzoten aus. (asz)

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