Die meisten Kurse gingen nach oben

Gutes Jahr für Aktionäre: Unternehmen mit großen Standorten in der Region sind Gewinner

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Kassel. Das Börsenjahr 2017 gehört unbestritten zu den guten der vergangenen Dekade. Wer in Papiere des Deutschen Aktienindex (Dax) investiert hat, hat 2017 eine durchschnittliche Rendite von fast 12,5 Prozent erzielt.

Um diesen Wert legte nämlich das wichtigste deutsche und europäische Börsenbarometer zu.

Allerdings hatten Analysten ein deutlich besseres Abschneiden erwartet. Denn seinen Jahreshöchststand und bisheriges Allzeithoch markierte der Dax mit 13 525,6 Punkten Anfang November. Noch besser dran sind Aktionäre, die Anteilscheine von MDax-Unternehmen halten. Im Schnitt stiegen die Kurse in diesem Segment um 18,3, im TecDax sogar fast um 40 Prozent.

Aber die Indizes geben lediglich die durchschnittliche Entwicklung der Mitgliedsaktien wieder. Tatsächlich gab es neben Gewinnern auch Verlierer. So büßten die Titel der Muttergesellschaft des Kasseler Bahn- und Bustürenbauers Bode, die Münchner Schaltbau AG, 12,4 Prozent auf 26,94 Euro ein. Und der Kurs des Kali- und Salzproduzenten K+S, der seit Monaten um 20 Euro dümpelt, sank binnen Jahresfrist um 8,5 Prozent auf 20,75 Euro.

Ansonsten gab es unter den börsennotierten Unternehmen mit großen Standorten in der Region nur Gewinner. Den Vogel schoss in diesem Jahr der Rheinmetall-Konzern ab, der in Kassel 1000 Mitarbeiter beschäftigt. Um fast zwei Drittel auf 105,85 Euro legte der Kurs zu. Grund zur Freude hatte auch Aktionäre des Niestetaler Solartechnik-Herstellers SMA, dessen Aktie 43,3 Prozent auf 35,99 Euro gewann.

Ein kräftiges Plus verbuchte ferner Autozulieferer Continental, der in Korbach, Northeim, Bebra, Hann.Münden und Oedelsheim (Kreis Kassel) fast 8000 Mitarbeiter beschäftigt. Der Aktienkurs ging um 31,5 Prozent auf 225,05 Euro nach oben. Auch Autobauer Volkswagen mit 16 500 Beschäftigten in Baunatal legte ordentlich zu – um fast 25 Prozent auf 166,45 Euro. Dagegen trat Konkurrent Daimler, der in Kassel 3100 Menschen beschäftigt, trotz hervorragender Zahlen mit 70,80 Euro praktisch auf der Stelle.

Die Aktie von Bahntechnik-Produzenten Bombardier gewann zwar ein Drittel auf aktuell etwa zwei Euro, allerdings notierten die Titel vor fünf Jahren noch mehr als doppelt so hoch.

Die Papiere der Mutter des Kasseler Öl- und Gasförderers Wintershall, der Ludwigshafener Chemie-GigantBASF, gewannen von hohem Niveau kommend „nur“ knapp vier Prozent auf 91,74 Euro. Die Göttinger Technologieperle Sartorius kam unterdessen auf ein Plus von 12,8 Prozent auf 79,54 Euro, und der Einbecker Saatgut-Spezialist KWS schaffte sogar ein Plus von 18,4 Prozent auf 334 Euro.

Im internationalen Vergleich der wichtigsten Börsen-indizes ist die Dax-Entwicklung der vergangenen zwölf Monate eher Mittelmaß. Denn sein US-Gegenstück, der Dow Jones, legte um gut ein Viertel auf über 24 800 Punkte zu. Und der japanische Nikkei machte immerhin 19 Prozent auf 22 764 Punkte gut. Dagegen schnitten der britische FSTE 100 und der französische CAC 40 mit einem Plus von 7,6 beziehungsweise fast zehn Prozent schlechter ab.

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