Wohnungsbaugesellschaft interessiert sich für Steul-Liegenschaft im Forstfeld

GWG-Treff in alter Schule

Könnte zum neuen GWG-Stadtteiltreffpunkt im Forstfeld werden: Die ehemalige Heinrich-Steul-Schule am Forstbachweg. Die Stadt wollte hier 420 000 Euro in den Ausbau eines Stadtteilzentrums investieren, doch der Plan wurde aus Geldmangel aufgegeben. Archivfoto: Schachtschneider (nh)

Forstfeld. Die ehemalige Heinrich-Steul-Schule könnte zum künftigen Stadtteiltreffpunkt Forstfeld der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel (GWG) werden. Mit einer solchen Lösung wäre der Stadt als Eigentümerin der Schulgebäude, der GWG und ebenso den Bürgern des Stadtteils geholfen. Im Forstfeld fehlen ohne Treppenstufen erreichbare Räume für Bürgeraktivitäten.

Seit 2011 steht die ehemalige Schule am Forstbachweg leer. Die Agathofschule in Bettenhausen war damals wegen sinkender Schülerzahlen dichtgemacht worden, die Heinrich-Steul-Schule wechselte an deren Standort und heißt heute Osterholzschule.

Die Stadt hatte den Bürgern im Forstfeld versprochen, die Schulgebäude in ein neues Stadtteilzentrum zu verwandeln, und wollte 420 000 Euro investieren. Doch daraus wurde nichts, weil Kassel unter den Finanz-Schutzschirm des Landes Hessen ging und dafür einige Investitionen streichen musste. Die Absicht, die ehemalige Schule zu verkaufen, löste im Herbst 2012 harte Kritik im Stadtteil aus.

Seither wird in der Stadtverwaltung nach kostengünstigen Alternativlösungen Ausschau gehalten. Eine Nutzung als künftiger GWG-Stadtteiltreffpunkt käme da gerade recht. Zu der Idee möchte sich GWG-Geschäftsführer Peter Ley noch nicht öffentlich äußern, weil das Thema zunächst in der Sitzung des GWG-Aufsichtsrates am 19. März auf der Tagesordnung steht.

Bekannt ist aber, dass die GWG mit dem derzeitigen Stadtteiltreffpunkt an der Steinigkstraße 23 nicht mehr zufrieden ist. Obwohl dort längst eine zweite Wohnung hinzugenommen wurde, ist der Treffpunkt zu klein und zudem nur über Treppenstufen zu erreichen.

Mit einem neuen Treffpunkt auf dem ehemaligen Schulgelände würde die GWG mit ihrem Angebot aus der Randlage an der Steinigkstraße näher an die Steul-Siedlung mit 453 Wohnungen rücken. Von den insgesamt rund 8700 Wohnungen des größten Vermieters in der Stadt sind 1300 im Stadtteil Forstfeld gelegen.

Ein neues GWG-Begegnungszentrum in der Steul-Schule „könnten wir uns gut vorstellen“, sagt Forstfelds Ortsvorsteherin Brigitte Ledderhose (SPD). Wichtig seien bessere und größere Räume für Bürgeraktivitäten, die dort entstehen könnten.

Von Jörg Steinbach

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