Renovierung der Albert-Schweitzer-Schule ist nach fünf Jahren abgeschlossen

Gymnasium glänzt neu

Noch stehen die allerletzten Bauzäune: An der Treppe vor der Turnhalle zur Seite Parkstraße hin sind nur noch Restarbeiten nötig. Bald können dort wieder repräsentative Klassenfotos aufgenommen werden. Fotos: Fischer

Kassel. Hell, glänzend und nagelneu – die Albert-Schweitzer-Schule (ASS) an der Kölnischen Straße präsentiert sich als frisch renoviertes, attraktives Schulgebäude.

Insgesamt fünf Jahre hat die Generalsanierung des Traditionsgymnasiums gedauert. Ganze Generationen von Schülern mit ihren Eltern, Lehrern und letztlich auch der ehemalige Schulleiter Max Schön hatten Jahre zuvor für die Instandsetzung und Renovierung der ASS gekämpft.

Mehrere Bauabschnitte

In den vergangenen Jahren – es waren insgesamt drei große Bauabschnitte – haben Schüler und Lehrer starke Beeinträchtigungen in Form von Enge, Lärm, Staub und permanenten Umzügen erlebt, denn die Renovierung geschah bei laufendem Betrieb. Klassen waren zeitweise über Schuljahre hinweg in die gegenüberliegende Martini-Brauerei ausgelagert. Zuletzt waren auch die Schulleitung und das Sekretariat ins ehemalige Hausmeisterhäuschen ausgelagert. „Die Schulgemeinschaft hat das ausgehalten“, sagt Schulleiter Stefan Alsenz.

Es hat sich gelohnt, findet Alsenz. Dieser Tage werden die neuen Räume bezogen. „Wir freuen uns sehr. Es ist richtig gut geworden“, sagt Alsenz. Ihm liegen vor allem die Helligkeit im alten Backsteingebäude, die moderne Lichttechnik und die allgemeine bauliche Transparenz am Herzen. Aber auch die verbesserte Raumakustik und Belüftung, etwa der Aula, seien hervorragend und machten das Arbeiten und den Aufenthalt in der ASS angenehm.

Jeder Raum – seien es Klassenräume, Lehrerzimmer oder Turnhalle – habe Sichtstreifen bekommen, die in die alten Mauern gebrochen wurden und die interessante Einblicke gewähren. Das sei gewöhnungsbedürftig gewesen, sagt Alsenz, aber schon nach kurzer Zeit habe die Schulgemeinde diese Transparenz und Luftigkeit geschätzt. Das Lehrerzimmer ist in Bereiche unterteilt, dort kann jetzt ruhig gearbeitet und nebenan kommuniziert werden.

Ein paar Kleinigkeiten, beispielsweise die Gestaltung des Eingangs, müssen noch erledigt werden. Demnächst werden die Ausweich-Pavillons wieder abgebaut, und an ihrer Stelle erfährt der Schulhof an der Parkstraßen-Seite eine attraktive Neugestaltung. Ende März soll die glänzend neue Albert-Schweitzer-Schule schließlich mit einem Fest gefeiert werden, sagt Alsenz.

Vier Millionen Euro waren ursprünglich für die Sanierung der ASS im städtischen Haushalt vorgesehen. Weil die Bausubstanz der Ende des 19. Jahrhunderts gebauten Schule umfangreichere Arbeiten erforderte als vorgesehen, wurden weitere 1,7 Millionen Euro draufgesattelt. Der erste Bauabschnitt, die Sanierung des Osttrakts, war im Mai 2011 abgeschlossen.

Von Christina Hein

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