Preisverleihung: Architektur-Studenten beschäftigten sich mit barrierefreiem Bauen

Sie haben Hürden abgebaut

Die Preisträgerinnen: Katja Schemm (von links), Veronika Schnell und Marta Radon wurden ausgezeichnet. Foto: Konrad

Kassel. Der Bedarf an barrierefreien Wohnungen in Nordhessen wird immer größer. Laut Dr. Matthias Joseph von der Handwerkskammer Kassel werden in Nordhessen bis zum Jahr 2025 mindestens 32 000 barrierefreie Wohnungen benötigt.

„Auch junge Familien suchen zunehmend barrierefreie Wohnungen“, sagt er. Lösungen für diese Herausforderung suchen derzeit auch Architektur-Studenten der Uni Kassel.

Zu hohe Lichtschalter, zu schmale Türen und zu enge Bäder sind nur einige Faktoren, die Menschen mit körperlichen Behinderungen oder altersbedingten Einschränkungen das Leben schwer machen. Für viele Menschen sind barrierefreie Neubauwohnungen aber zu teuer. Daher ist es das Ziel von Wohnungsbaugesellschaften, Verbänden und Handwerksbetrieben, bestehende Wohnungen umzubauen.

Barrierefrei und bezahlbar

Dieser Umbau muss nach Ansicht von Dr. Wolfgang Werner, Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hessen, kostengünstig realisierbar sein, damit der Wohnraum bezahlbar bleibt.

Dazu soll das Projekt „Nordhessen schrankenlos“ beitragen, eine Initiative des Paritätischen Qualitäts-Netzes Nordhessen und der Koordinierungsstelle Service-Learning der Universität Kassel. Mit Lehrveranstaltungen zum Thema barrierefreies Planen und Bauen sollen Studenten des Fachbereichs Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung für das Thema sensibilisiert werden.

Auftakt war ein Wettbewerb unter den Studierenden, bei dem sie am Beispiel eines Hauses der Wohnungsbaugesellschaft 1889 an der Goethestraße Konzepte für eine barrierefreie Umgestaltung erarbeiten sollten.

Marta Radon und Katja Schlemm haben mit ihren Konzepten den ersten Platz beim Studentenwettbewerb „Wohnwelten der Zukunft –barrierefreies Wohnen ein Leben lang“ des Paritätischen Qualitäts-Netzes Nordhessen und der Uni Kassel belegt. Den dritten Platz belegte Veronika Schnell.

Während Radon auf flexible Wohnmodule wie höhenverstellbare Schränke und Arbeitsplatten, farbliche Akzente und taktile Hilfen etwa für Sehbehinderte setzte, entschied sich Schemm für eine offene Gestaltung der Räume um feste Kernbereiche wie Wasseranschlüsse, Aufzüge und tragende Wände herum. (pmk)

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