80 Stellen in fast allen Fachbereichen

Steigende Studentenzahl: Uni hält sich für Ansturm gerüstet

Sanierung steht an: Das ehemalige Henschel-Verwaltungsgebäude (K10) soll von innen saniert werden. Foto: Fischer

Kassel. Bis zum Jahr 2015 will die Uni Kassel statt der bislang 3600 bis zu 4000 Erstsemester jährlich aufnehmen. Hinzu kommen mehrere Hundert Neueinschreibungen von Studenten, die von anderen Hochschulen nach Kassel wechseln.

Um sich für die steigende Studentenzahl, die auch durch die doppelten Abiturjahrgänge bedingt sind, zu rüsten, erhält die Uni vom Land bis 2014 etwa 30 Mio. Euro aus dem Hochschulpakt (HNA berichtete).

Mit dem Geld sollen 80 neue Stellen geschaffen werden, darunter 28 zeitlich befristete Professuren und Gastprofessuren. „Wir gehen davon aus, dass wir damit die zusätzliche Belastung für die kommenden Jahre auffangen können“, sagte Uni-Sprecher Guido Rijkhoek.

Die Besetzung von acht Gastprofessuren in den Fachbereichen Architektur, der Kunsthochschule sowie den Wirtschafts-, Human-, Natur-, Gesellschafts-, Geistes- und Kulturwissenschaften soll bereits im laufenden Sommersemester geschehen.

28 neue Professuren bis 2014

Bei der Besetzung der 20 weiteren Professuren und Juniorprofessuren sei ein längerer Vorlauf nötig. Erst bis zum Sommersemester 2014 sei die Besetzung abzuschließen, sagte Rijkhoek. Aufgestockt werden sollten dann noch einmal die Human-, Gesellschafts-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften. Aber auch für die Fachbereiche Bau- und Umweltingenieurwesen, Ökologische Agrarwissenschaften, Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik solle es Verstärkung geben. Ziel ist es, die bestehenden Forschungsschwerpunkte zu stärken.

Neben den neuen Professuren werden mit dem Geld 24,5 vorhandene Stellen für Lehrkräfte für besondere Aufgaben erhalten und fünf neue Stellen eingerichtet. Zudem werden 3,5 Stellen für pädagogische Mitarbeiter geschaffen. Ein weiteres Drittel des Geldes entfällt auf Stellen im Verwaltungsbereich, ungefähr ein Drittel auf ein Bauprogramm, mit dem auch das ehemalige Henschel-Verwaltungsgebäude saniert werden soll.

Auch eine Verbesserung der technischen Ausstattung ist geplant: Neben dem Bau eines Selbstlernzentrums (Campus-Nord) sind neue Computerpoolräume in den technischen Fachbereichen ebenso vorgesehen wie die Anschaffung neuer Labor-Apparaturen und Literatur für die Bibliothek.

Von Bastian Ludwig

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