Einzelhandelsverband Hessen-Nord kritisiert Pläne für 6000 Quadratmeter Verkaufsfläche

Händler lehnen Läden bei Salzmann ab

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Martin Schüller

Kassel. Der Einzelhandelsverband Hessen-Nord hält die neuen Pläne, auf dem Areal der historischen Salzmann-Fabrik 6000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche zu schaffen, für unrealistisch.

Ein funktionierendes Fachmarktzentrum gebe es in Bettenhausen bereits an der Leipziger Straße, erklärt Verbandsgeschäftsführer Martin Schüller. Für ein weiteres Einkaufszentrum in unmittelbarer Nähe an der Sandershäuser Straße gebe es keinen Bedarf.

Im Blickpunkt bei der Suche nach einer künftigen Nutzung für das Industriedenkmal Salzmann müssten nun realistische Konzepte stehen, „die sowohl für den Stadtteil Sinn machen als auch finanzierbar sind“, sagt Schüller.

Frühere Ankündigungen von Salzmann-Eigentümer Dennis Rossing hätten sich allesamt „in Luft aufgelöst“. Unverantwortliches Handeln habe dazu geführt, dass die Mieter die Salzmannfabrik verlassen mussten und diese nun zur Ruine werde. Es sei jetzt die Aufgabe der Politik zu handeln, um weiterem Schaden vorzubeugen.

Der Einzelhandelsverband erhoffe sich für die Zukunft, dass Ankündigungen des Investors auf Machbarkeit überprüft werden. „Ein Blick in den kommunalen Entwicklungsplan könnte für manch einen Politiker sehr hilfreich sein“, empfiehlt Schüller. Das Motto „Augen zu und durch“ dürfe es künftig nicht mehr geben.

Kassel habe ein sehr gutes Image bei Investoren, weil Planungs- und somit Investitionssicherheit gegeben seien. Die mit allen Beteiligten abgestimmte Ausweisung von weiteren Einzelhandelsflächen in Stadt und Umland habe sich bewährt und sollte beibehalten werden. (ach)

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