„Härtetest ist bestanden“

Konzert der Toten Hosen im Auestadion lief reibungslos

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Ausgelassene Partystimmung: Campino und seine Band unterhielten 30 000 Menschen im Auestadion.

Kassel. „Das Stadion hat den Härtetest bestanden. Es ist alles perfekt gelaufen“, sagt Event-Manager Michael Birk am Montagvormittag über das Konzert der Toten Hosen. 30.000 Menschen waren am Sonntagabend im Auestadion, um mit der Band aus Düsseldorf zu feiern.

Eine Veranstaltung, die es in dieser Größe im umgebauten Auestadion noch nicht gab. Alle Beteiligten (Veranstalter, Polizei, Feuerwehr) sind mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Auch die Nachbarn aus der Südstadt scheinen sich nicht sonderlich an der Musik gestört zu haben. „Bei mir sind noch keine Beschwerden von Anwohnern gelandet“, sagt Birk, der auf Großveranstaltungen spezialisiert ist. Er wurde von der Stadt Kassel für den Hessentag engagiert, damit die Konzerte und Partys reibungslos über die Bühne gehen.

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Damit alles klappt, sind aber auch eine Menge Menschen am Sonntagabend im Einsatz gewesen.

350 Sicherheitskräfte haben im Stadion und Umgebung gearbeitet.

Die Toten Hosen und die Vorgruppen hätten etwa 50 Mann Tourpersonal nach Kassel mitgebracht. Diese Leute wurden von 50 weiteren Helfern für die Technik beim Auf- und Abbau der Anlage unterstützt, die während des gesamten Hessentags im Auestadion eingesetzt werden. Zudem sind sechs Gabelstaplerfahrer und ein Team mit zehn Mann im Einsatz, das die Wellenbrecher für die Konzerte auf- und abbaut.

„Im Stadion sorgten 21 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr für den Brandschutz“, sagt Ralf Krawinkel, Sprecher der Feuerwehr. Der Sanitätsdienst, bestehend aus Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter und Arbeiter Samariterbund war mit 123 Helfern vor Ort. Sie besetzten die Sanitätsdienst-Einsatzleitung, richteten einen Behandlungsplatz in der Eissporthalle ein und liefen „Streife“ im Stadion. Fünf Notärzte standen bereit. Eine Abschnittsleitung im ehemaligen Kinderkrankenhaus Park Schönfeld unterstützte und koordinierte mit sechs Beamten der Berufsfeuerwehr die Einsatzmaßnahmen. Die Risikobewertung führte am Sonntag zu einer zusätzlichen Alarmierung eines Sanitätszuges des ASB. Dieser stand mit weiteren 30 Einsatzkräften in der Unterkunft des Technischen Hilfswerks abrufbereit.

„Betrachtet man die große Zuschauerzahl und die warme Wetterlage, kann man bei insgesamt 36 Behandlungen und vier Transporten in ein Krankenhaus von einem ruhigen Abend für die Hilfskräfte sprechen“, sagt Krawinkel.

Fotos: Die Toten Hosen im Auestadion

Die Toten Hosen im Auestadion

Die Polizei macht grundsätzlich keine Angaben darüber, wie viele Beamte eingesetzt werden. Polizeidirektor Uwe Papenfuß, Einsatzleiter beim Hessentag, sagt, dass das Sicherheitskonzept für Großveranstaltungen im Auestadion seine Bewährungsprobe beim Konzert der Toten Hosen bestanden habe. „30.000 Besucher erlebten ein tolles Konzert, das aus polizeilicher Sicht störungsfrei und reibungslos verlief.“

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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