An der Hafenbrücke wird seit 2008 gearbeitet - Freigabe im Herbst

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Baustelle aus der Luft: Unser Bild zeigt die beiden Teile der Hafenbrücke, die jetzt zusammengeschoben werden. Der untere Teil wird heute über mehrere Stunden in seine Endposition gebracht.

Kassel. Bereits vor 100 Jahren gab es eine Hafenbrücke, die damals noch gemauert war. 1908 wurde sie für den Verkehr freigegeben. In den letzten Kriegstagen hatte ein deutsches Sprengkommando bereits die Zerstörung vorbereitet.

Konrad Jacob, der Betreiber der Wäscherei am Bleichenweg, verhinderte das. Er durchtrennte die Zündkabel.

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Zwischen 1957 und 1959 wurde die neue Hafenbrücke von der Frankfurter Firma Beton- und Monierbau errichtet. Bereits 1962 traten erste Risse auf. 1984 wurde die Brücke saniert. Das Verkehrsaufkommen war enorm gestiegen.

Im Jahr 2003 wurden bei einer Routineüberprüfung wieder Schäden entdeckt. Ein Jahr später mussten die äußeren Fahrspuren gesperrt werden. Lastwagen über 18 Tonnen dürfen nicht mehr über die Brücke rollen.

Im Jahr 2005 war klar, dass es einen Ersatz für das marode Bauwerk geben muss. Die Stadt beauftragte ein Ingenieurbüro mit der Planung einer neuen Brücke. Bei einer Kontrolle im Jahr 2006 wurden erneut Risse in der Brücke festgestellt. Es folgte eine Notinstandsetzung. Im Oktober 2008 begannen die Vorarbeiten für den Neubau. Im Juni 2009 kamen die Stahlträger für die erste Hälfte der neuen Brücke mit zwei Wochen Verspätung an. Es gab Probleme mit den Transportgenehmigungen für die bis zu 40 Tonnen schweren Bauteile.

Anfang Februar 2010 wurde von der Baustelle eine 3,6 Tonnen schwere Betonschere im Wert von 80.000 Euro gestohlen. Für den Abbruch der alten Brückenteile musste ein Ersatzgerät her. Mitte Februar 2010 holte ein Baggerfahrer mit der Schaufel seines Arbeitsgeräts eine Brandbombe aus dem Flussbett der Fulda. Die 30 Kilogramm schwere Bombe wurde vom Kampfmittelräumdienst entschärft.

Auch beim zweiten Schwertransport mit Stahlträgern im November 2010 gab es Probleme, die für eine Verzögerung von drei Wochen sorgten. Beim Hochwasser im Januar 2011 stieg die Fulda so stark an, dass Baumaschinen und Arbeitsgeräte in Sicherheit gebracht werden mussten. Trotz dieser Verzögerungen sieht es so aus, als könne der Zeitplan eingehalten werden. Im Herbst 2011 soll der Verkehr nach drei Jahren Bauzeit wieder normal über die Hafenbrücke rollen.

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