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Kassel: Halbzeit auf der Baustelle an der Friedrich-Ebert-Straße

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Von: Thomas Siemon

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Großbaustelle Friedrich-Ebert-Straße: Auch im Kreuzungsbereich zur Querallee wird gearbeitet. Bis Mittwoch soll die Hälfte des Gleisbaus erledigt sein.
Großbaustelle Friedrich-Ebert-Straße: Auch im Kreuzungsbereich zur Querallee wird gearbeitet. Bis Mittwoch soll die Hälfte des Gleisbaus erledigt sein. © Thomas Siemon

Auf der Friedrich-Ebert-Straße ist die Hälfte des Gleisbaus geschafft. Am 9. Mai sollen hier wieder Straßenbahnen fahren.

Kassel – Auch Eckard Hartung freut sich natürlich darauf, wenn die Baustelle vor seiner Goldschmiede an der Friedrich-Ebert-Straße im Mai verschwunden sein wird. Vor dem, was die Bauarbeiter bisher geleistet haben, hat er allerdings großen Respekt. „Man sieht jeden Tag, dass es richtig vorangeht, das ist schon beeindruckend“, sagt er. In der Tat ist beim Gleisbau bereits in dieser Woche Halbzeit. Bisher wurden die Schienen stadteinwärts zwischen dem Karl-Marx-Platz und kurz vor der Haltestelle Annastraße ausgetauscht. Ab Mittwoch kommt die Gegenrichtung dran – mit einer Pause über Ostern.

Wir liegen bislang gut in der Zeit“, sagt Projektleiter Achim Gerber von der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG). Trotz eines kurzen Wintereinbruchs sei es gut vorangegangen. Jetzt hat Gerber eine eindringliche Bitte an alle Anwohner auf der stadtauswärts rechten Seite (die mit den geraden Hausnummern). Bis spätestens Dienstagabend sollten die ihre Autos auch aus den Hinterhöfen wegfahren. Ab Mittwoch sei das wegen der veränderten Baustelle nicht mehr möglich.

In den ersten drei Wochen der Bauarbeiten wurde unter anderem das Pflaster in Höhe der Bäckerei Becker von der Straße entfernt. Hier kommt später Asphalt hin, der für weniger Lärm sorgen soll. Auslöser für die Arbeiten war die KVG, die ihre in die Jahre gekommenen Gleise für die Straßenbahn erneuern muss. Quasi im Schlepptau setzt die Stadt ihr Radwegeprogramm fort. Vom Ständeplatz bis zur Annastraße gibt es bereits Radstreifen. Die sollen über eine Kaphaltestelle an der Querallee bis zum Karl-Marx-Platz fortgesetzt werden. Nach dem Umbau nutzt dann der Autoverkehr den mittleren Straßenbereich zusammen mit der Straßenbahn.

Zufrieden mit dem Baufortschritt: Achim Gerber von der KVG.
Zufrieden mit dem Baufortschritt: Achim Gerber von der KVG. © Thomas Siemon

Die soll bereits am 9. Mai wieder fahren. Der Straßenbau dauert etwas länger. Bis zum 22. Mai bleibt die Friedrich-Ebert-Straße für Autos gesperrt. Das gilt auch für die Kreuzung mit der Querallee. Eine direkte Verbindung zwischen der Goethestraße und der Kölnischen Straße ist bis dahin nicht möglich.

Nach Angaben der Stadt sollen die neuen Radstreifen auch dazu beitragen, die Situation auf den Bürgersteigen – hier werden übrigens lediglich einige Bordsteine erneuert – zu entzerren. Obwohl das nicht erlaubt ist, werden die bislang noch von Radfahrern genutzt. Wenn die Arbeiten fertig sind, gibt es dafür keine Entschuldigung mehr. Und auch jetzt schon habe er kein Verständnis für Fahrradkuriere, die hier durchheizen, sagt Baustellenkümmerer Wolfgang Evers. (Thomas Siemon)

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