Anstatt Entschädigung

Halit Yozgats Vater fordert erneut Umbenennung der Holländischen Straße

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Ismail Yozgat, Vater des ermordeten Halit, sagte beim NSU-Prozess aus.

Kassel/München. Mit zwei Tagen Verspätung durfte der Vater des in Kassel ermordeten Halit Yozgat im NSU-Prozess eine Erklärung vor Gericht abgeben. Darin forderte er unter anderem, die Holländische Straße in Erinnung an seinen Sohn umzubenennen in Halitstraße.

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Wolfgang Heer, Verteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe im NSU-Prozess, unterbrach am Donnerstag den Vater des ermordeten Halit Yozgat bei einer Erklärung. Er müsse einschreiten, wenn seine Mandantin als „Mörderin“ bezeichnet werde, sagte Heer. Das allerdings ließ sich aus der weit ausholenden Erklärung des Vaters nur indirekt entnehmen.

Ismail Yozgat hatte unter anderem von den Verdächtigungen berichtet, denen die Familie nach dem Mord von 2006 ausgesetzt war - bis 2011 die Taten des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) ans Licht kamen. „Die Mörder sind gefasst“, sagte Yozgat. „Der allmächtige Gott hat unseren Gebeten entsprochen.“

Vater fordert Straßen-Umbenennung

Nach kurzer Diskussion ließ der Vorsitzende Richter Manfred Götzl Yozgat weiter sprechen, sagte aber: „Was das Verfahren anbelangt, dann haben sie keine anderen Rechte als alle anderen Verfahrensbeteiligten.“ Yozgat forderte in seinem emotionalen Appell unter anderem, das Gericht möge dafür sorgen, dass die Holländische Straße in Kassel, wo sein Sohn ermordet wurde, in „Halitstraße“ umbenannt werde.

Götzl wandte sich anschließend direkt an Yozgat: „Wenn Sie hier Hoffnungen haben, wir hätten hier Einfluss auf die Benennung der Holländischen Straße, dann muss ich Sie enttäuschen. Das ist allein Sache der örtlichen Behörden.“ 

 

(dpa/abg)

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