Hallenbad Süd öffnet wieder - Fliesen sind nun angeraut

Kassel. Das Hallenbad Süd öffnet am Freitag, 28. Januar, 10 Uhr wieder für den Publikumsverkehr. Die Städtische Werke AG hatte das Bad vergangene Woche wegen zu rutschiger Fliesen geschlossen.

Nach Angaben von Ingo Pijanka, Sprecher der Städtischen Werke, hat eine Spezialfirma aus Süddeutschland die Bodenfliesen in der Schwimmhalle mit einem chemischen Verfahren angeraut. Daraufhin wurden sie von einem beauftragten Sachverständigen und einem Labor aus München auf ihre Haftreibung überprüft. Ergebnis: Die Fliesen entsprechen jetzt der Rutschfestigkeitsklasse B, die für Bäder gefordert ist. „Ein sicherer Hallenbadbetrieb ist damit gewährleistet und von dem beauftragten Sachverständigen schriftlich bestätigt worden“, sagt Pijanka.

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Hallenbad Süd: Glatte Fliesen mit Säure behandelt

Die rund 500 Quadratmeter Fliesen in der Schwimmhalle des Hallenbads Süd wurden am Montag von einer Spezialfirma mit Flusssäure behandelt und dadurch angeraut. Ein mobiles Messgerät des Gutachters zeigte zunächst keine ausreichende Rutschfestigkeit an. Doch das mobile Testverfahren gibt lediglich erste Anhaltspunkte, denn es ist grundsätzlich für Untersuchungen an glatten Oberflächen gedacht. Auf strukturierten Fliesen gleiten Messgeräte auf einer insgesamt kleineren Oberfläche und weisen daher trotz eigentlich höherer Haftung einen geringeren Reibungswert auf. In der Realität im Schwimmbad passt sich ein Fuß aber einer strukturierten Oberfläche an und haftet erheblich besser.

Mehr über das Hallenbad Süd steht im Regiowiki

http://regiowiki.hna.de/Hallenbad_Süd

Um gesicherte Aussagen machen zu können, wurden die Fliesen zusätzlich in einem Münchner Labor überprüft. Das habe die Einschätzung der Städtischen Werke bestätigt. Die geforderte Rutschfestigkeit der Klasse B wurde durch eine zweite, schwache Behandlung mit Säure erreicht. Das Bad könne sicher und ohne Einschränkungen betrieben und am Freitag eröffnet werden.

Das am 22. Dezember 2010 nach eineinhalb Jahren Sanierungsdauer wieder in Betrieb gegangene Bad war am vergangenen Mittwoch, 19. Januar, geschlossen worden. Grund: Die im Bad verlegten Fliesen entsprachen nicht der ausgeschriebenen und bestellten Ware. Für den sicheren Hallenbadbetrieb hatte ein vor der Ausschreibung beauftragter Gutachter besonders rutschfeste Fliesen ausgewählt. Deren Lieferung wurde auch bestätigt. Vertragspartner der Städtischen Werke ist ein Fliesenfachbetrieb aus Deutschland, der für den entstandenen Schaden verantwortlich ist und einen vertragsgerechten Zustand der Oberflächen in der Schwimmhalle nunmehr während der in den Sommerferien anberaumten Revisionszeit des Bades auf seine Kosten herzustellen hat. (use)

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