Ortsbeirat lehnt Umbenennung ab

Haltestelle "Unterneustädter Kirchplatz" behält Namen

Unterneustadt. Der Ortsbeirat Unterneustadt sagt Nein zum Plan, der Straßenbahnhaltestelle Unterneustädter Kirchplatz einen neuen Namen zu geben.

Laut Reiner Brandau hatte die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) im Rahmen der Modernisierung der Haltestelle angedacht, sie künftig mit dem Namen „Unterneustadt“ auszuweisen.

Das hält der Ortsbeirat für irreführend, da die Unterneustadt weitaus größer sei als der Bereich der Haltestelle. Zu berücksichtigen sei auch, dass es noch weitere Haltestellen gebe, die dem Stadtteil zuzuordnen sind: Platz der Deutschen Einheit und Söhrestraße. Zudem möchte man laut Ortsvorsteher Jochim Schleißing die Erinnerung an die Magdalenenkirche aufrechterhalten, die früher einmal Zentrum des Stadtteils war.

Die Haltestelle Unterneustädter Kirchplatz war 1991/1992 eine der ersten barrierefreien Haltestellen in Kassel. „Allerdings ist sie nun in die Jahre gekommen, sodass sie rundum modernisiert werden muss“, sagte Brandau. Auch die Gleise seien in diesem Bereich nicht mehr in Ordnung. Baubeginn soll am 15. Juli sein.

Barrierefreier Einstieg

Am Unterneustädter Kirchplatz wird erstmals der neue Kasseler Sonderbord plus im KVG-Netz und auch deutschlandweit eingebaut. Der neue Profilstein ist so konzipiert, dass künftig alle Bustypen nah an die Haltestelle heranfahren können. Bisher gab es je nach Bustyp noch Einschränkungen für den barrierefreien Ein- und Ausstieg.

Die Hauptquerung für Fußgänger in der Mitte der Haltestelle kann nicht barrierefrei gestaltet werden. „Hier gab es mit der Stadt Kassel keine Einigung“, sagt Brandau. Der Grund: Mit einem Umbau würden „rund zehn Meter der Haltestelle verloren gehen“. Die Gleisauswechslung startet Anfang August. Auch das neue Gleisbett ist ein Referenzobjekt für die KVG. Künftig werden die Gleise werden auf der Fuldabrücke auf einer Strecke von rund 150 Metern mit Gummi ummantelt sein. Dadurch soll der Geräuschpegel reduziert werden. Die elastische Lagerung, sorgt dafür, dass die Schienen einfedern und von den anderen entkoppelt werden, wenn eine Bahn darüber fährt.

Während der gesamten Bauzeit wird die Haltestelle auf rund 30 Meter verkürzt. Die Bushaltestellen werden in dieser Zeit an den Fahrbahnrand verlegt. Zwischen dem 9 und 13. August wird es einen Schienenersatzverkehr zwischen den Haltestellen Altmarkt und Betriebshof Sandershäuser Straße geben. Bis zum 18. August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Von Helga Kristina Kothe

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