Kinder sammeln Süßigkeiten

Tag des Gruselns: Handel mag Halloween

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Schaurig schön: Andreas Mench bastelt jedes Jahr zu Halloween mit seinem Sohn Jeremias (6) einen Kürbis und lässt ihn leuchten.

Kassel. Wenn vor den Haustüren Kürbisse mit gruseligen Fratzen leuchten, ist es wieder so weit: Halloween steht vor der Tür. Der Einzelhandel hat sich bestens auf die Beliebtheit des Festes, das am heutigen Donnerstag gefeiert wird, eingestellt.

Von Totenköpfen und Vampirgebissen über Plastik-Spinnen und gruseligen Masken bis zu Hexenhüten und Kostümen bieten die Geschäfte ein Eldorado für Gruselfans.

„Halloween hat sich in den letzten fünf bis zehn Jahren zu einer festen Größe im Kalender des hessischen Handels etabliert“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Hessen, Michael Kuhlmann. Mit den traditionellen Festen wie Ostern oder Weihnachten könne Halloween aber noch nicht mithalten.

Der Handel habe dennoch auf die gestiegene Nachfrage mit Produkterweiterungen reagiert. So bietet mittlerweile auch der Lebensmittelhandel Süßes in Form von Kürbissen, Hexen oder Fledermäusen. In Amerika - und auch immer häufiger in Deutschland - verkleiden sich Kinder an diesem Abend und ziehen von Haus zu Haus: Mit dem Spruch „Trick or Treat“ (Süßes oder Saures) fragen sie nach Süßigkeiten, weil sie den Hausbewohnern sonst Streiche spielen.

Die Polizei appelliert an die Halloween-Feiernden, dabei nicht zu übertreiben. In den vergangenen Jahren seien leider vermehrt strafrechtliche Grenzen überschritten worden, sagt Polizeisprecherin Sabine Knöll. „Unter dem vermeintlichen Schutz der Verkleidung sind sich die jungen Leute oft nicht bewusst, dass sie sich durch Eierwürfe an Hausfassaden oder das Zünden von Knallkörpern strafbar machen können.“

Man wolle niemandem Halloween vermiesen, sagt die Polizeisprecherin. Bei beschmutzten Fassaden oder anderen Sachbeschädigungen höre der Spaß allerdings auf. Schadenersatzansprüche könnten bei verschmutzten Fassaden schnell einen fünfstelligen Betrag erreichen. Dabei gelte, dass Eltern für ihre Kinder haften. (mli/rud)

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