Kammer rechnet 2013 mit Umsatzplus

Das Handwerk trotzt der Krise

Hatte gute Nachrichten: Heinrich Gringel. Archivfoto: Fischer

Kassel. Dem nordhessischen Handwerk geht es trotz Schulden- und Euro-Krise weiter gut: „2011 haben wir einen bemerkenswerten Umsatzzuwachs von 5,5 Prozent verzeichnet. Dieses hohe Niveau werden wir aller Voraussicht nach auch in diesem Jahr halten“, sagte Heinrich Gringel Präsident der Handwerkskammer Kassel.

Man rechne nur mit einem leichten Minus von 0,5 Prozent. Auch die Zahl der Beschäftigten würde sich voraussichtlich auf dem hohen Vorjahresstand halten. Insgesamt sind 54 000 Menschen im nordhessischen Handwerk beschäftigt. Damit habe sich das Handwerk in Nordhessen dynamischer als im Süden des Landes entwickelt.

„Die aktuellen Zahlen zeigen, das Handwerk ist ein stabilisierender Faktor in der Region und nicht in so starkem Maße von den Ausschlägen der Weltwirtschaft betroffen“, sagt Gringel. Für 2013 rechnet die Kammer mit einem Umsatzzuwachs von einem Prozent und einer stabilen Beschäftigung.

Wie sich die Handwerkskonjunktur im kommenden Jahr entwickelt, hängt für den Kammerpräsidenten allerdings auch davon ab, ob die Politik die Energiewende endlich ernsthaft in die Wege leite.

Ein Beschluss zur steuerlichen Förderung der Gebäudesanierung werde seit mehr als einem Jahr politisch blockiert. Bund und Länder müssten sich am 12. Dezember im Vermittlungsausschuss ihrer Verantwortung stellen.

Beiträge unverändert

Um den drohenden Fachkräftemangel abzuwenden, setzt Gringel auf einen noch größeren Einsatz in der Ausbildung. Momentan gibt es 5102 Lehrlinge in Nordhessen.

Die Kammer selbst gehe für den demografischen Wandel gerüstet ins neue Jahr. Hauptgeschäftsführer Eberhard Bierschenk berichtete, dass bis Ende November zehn von insgesamt 83 Mitarbeitern die Kammer in die Altersteilzeit verlassen hätten. Von dem Wechsel betroffen sind unter anderem die Leitungen der Abteilung Berufsbildung und der Werkakademie für Gestaltung Hessen.

Bierschenk teilte weiter mit, dass der Haushaltsplan für die Kammer und die Werkakademie für Gestaltung Hessen für das kommende Jahr 18,5 Millionen Euro umfasst. Die Beiträge für die Betriebe bleiben unverändert. (gör)

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