Mit 16 hat er die Bude eröffnet

Arno Apel steht seit 36 Jahren in seinem Husarengrill in Harleshausen

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Seit 36 Jahren geht es um die Wurst: Arno Apel, hier mit Tochter Adriana (19), öffnet seinem Husarengrill an der Wolfhagen Straße seit 36 Jahren. In Harleshausen und den angrenzenden Stadtteilen kennt ihn nahezu jeder. Hier bedient er Kundin Jasmin Waas aus Bad Emstal.

Kassel. Mit 13 wusste Arno Apel genau, welchen beruflichen Weg er einschlagen wird: „Ich mache eine Frittenbude auf.“ Seinen Husarengrill an der Wolfhager Straße betreibt er jetzt seit 36 Jahren.

Mit 16 war es soweit. Noch unter der offiziellen Regie der Eltern eröffnete der Harleshäuser an der Wolfhager Straße in Kassel seinen Husarengrill. Seit 36 Jahren brutzelt Arno Apel Würstchen, Hähnchen, Burger und Pommes und gibt sie – immer mit einem freundlichen Wort – an seine Kunden aus. Die Zahl ist unglaublich: 1,8 Millionen Mal hatte Arno Apel in der Zeit seit der Eröffnung 1982 Kontakt mit Kunden, hat er gezählt. 

In Harleshausen, Kirchditmold und Rothenditmold ist er bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. „Es gibt kaum einen, den ich hier oben nicht kenne“, sagt der 51-Jährige und ergänzt nach einer kurzen Pause mit einem Lächeln: „Ich weiß Geheimnisse von vielen Menschen. Da habe ich aber Schweigepflicht.“ Und dann wird er etwas ernster und sagt noch: „Ich unterstütze auch viele Menschen.“ 

Arno Apel, dessen rötliche Haare inzwischen grau geworden sind, ist seit Jahrzehnten bekannt für seine gute Laune. „Er ist einfach so – auch zu Hause, sagt Tochter Adriana Apel (19). „Ich kenne ihn nicht schlecht gelaunt.“ Das honorieren auch die Kunden. Allein an einem Tag habe er kürzlich 200 positive Rückmeldungen auf Facebook registriert, berichtet der 51-Jährige, den viele nur Arno, Arne oder Arnö nennen. 

„Es macht Spaß, wenn man das von den Leuten auch wiederbekommt.“ Die Spezialität des Grills sind inzwischen die Burger. „Die sind unschlagbar“, sagt Apel. Die Rezepte dazu, bringe er direkt aus den USA mit. Grundsätzlich schaue er immer darauf, dass seine Ware frisch sei, Billig-Angebote beim Einkauf seien nicht sein Ding. „Das, was ich verkaufe, soll auch gut schmecken.“ Er mag Menschen Arno Apel mag einfach Menschen. Als Vater von zwei Kindern mag er vor allem auch den Nachwuchs. Seit vielen Jahren verschenkt er Brötchen an Kinder, die beim Husaren-Grill vorbeikommen - etwa von der Ernst-Leinius-Schule. Mittlerweile kommen schon die Kinder der Kinder aus der Anfangszeit. 

Und Apel mag einfach seine Arbeit. Sein Grill ist sein Leben, auch wenn er mittlerweile eine Angestellte beschäftigt. Vergangene Woche habe er einen Tag frei gehabt, nennt er ein Beispiel. „Da haben wir zu Hause gegrillt.“ Arno Apel kann sich vorstellen, bis Mitte 60 zu arbeiten. Doch schon während er diesen Satz sagt, wirkt er ein bisschen unentschlossen, und man mag ihm die Ernsthaftigkeit dieser Aussage kaum abnehmen. „Wahrscheinlich bin ich mit 80 noch drin.“

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