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Gefällt wegen Pilzbefalls: Bäume auf dem Harleshäuser Ossenplatz

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Stößt auf Kritik: Das Fällen der Bäume auf dem Harleshäuser Ossenplatz. Unbekannte stellten auf jeden der gefällten Bäume eine Kerze oder ein Teelicht.
Stößt auf Kritik: Das Fällen der Bäume auf dem Harleshäuser Ossenplatz. Unbekannte stellten auf jeden der gefällten Bäume eine Kerze oder ein Teelicht. © sebastian schaffner

Nach Kritik begründet die Stadt Kassel die Notwendigkeit der Baumarbeiten am Ossenplatz

Harleshausen – Das Fällen von Bäumen auf dem Harleshäuser Ossenplatz ist bei Bewohnern des Stadtteils auf scharfe Kritik gestoßen. In den sozialen Medien wird die Baumfäll-Aktion im Ortskern diskutiert. Eine HNA-Leserin schreibt „Es ist eine Schande!“ und möchte wissen, warum das getan wurde.

Wer sich auf dem Ossenplatz umschaut, der sieht, dass insgesamt vier Bäume in den vergangenen Tagen gefällt worden sind. Auf jeden gefällten Baum haben Unbekannte ein Windlicht oder eine Kerze gestellt, um ihr Bedauern darüber zum Ausdruck zu bringen.

Auf Anfrage unserer Zeitung hat die Stadt Kassel am Mittwoch die Notwendigkeit dieser Maßnahme begründet. Nach Angaben des Umwelt- und Gartenamtes ist bei den routinemäßigen Baumkontrollen im Frühjahr ein „irreversibler Pilzbefall“ an den Bäumen am Ossenplatz festgestellt worden.

Wie ein Sprecher der Stadt Kassel erklärte, führe dieser Pilzbefall zur Unterversorgung des Baumes und somit zu einer starken Bruchgefahr von Ästen. Als erste Maßnahme zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit „an diesem zum Teil stark belebten Platz“ seien deshalb bereits im Sommer starke Einkürzungen der Baumkronen vorgenommen worden. „In einem weiteren Schritt wurden die kranken Bäume gefällt“, sagte der Stadtsprecher.

Die Stadt Kassel hat nach eigenen Angaben den Ortsbeirat Harleshausen über die notwendigen Verkehrssicherungsmaßnahmen und die Fällungen informiert. Eine Ersatzpflanzung erfolge im kommenden Jahr. Zudem werde für die neuen Bäume auf dem Platz im Ortskern noch an eine andere Form der Hilfe beim Gießen gedacht. „Das Umwelt- und Gartenamt ist mit dem Ortsbeirat im Gespräch, um bei der zukünftigen Jungbaumpflege Unterstützung von Ehrenamtlichen zu organisieren“, berichtete der Stadtsprecher. Denn die Trockenheit der vergangenen drei Jahre stelle zumindest einen Teilaspekt der Baumerkrankung dar.

(Andreas Hermann)

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