Beim Tierheimfest in der Wau-Mau-Insel drehte sich alles um Arbeit mit Tieren

Erziehungsarbeit: Hundetrainerin Patricia Both zeigt mit den Hündinnen Alischa und Heaven, was gute Schule ist.

KasSel. Der hübsche Labrador-Rüde Dobby wuselt neugierig umher und wickelt dabei ungebremst Herrchen Michael Molawietz mit der Leine ein. Michael Both greift ein: Ruhig übernimmt er den Hund und tritt auf die Leine. Jetzt hat Dobby nur noch einen kleinen Radius.

Das wird schnell langweilig und dem Rüden fällt nichts Besseres mehr ein, als sich unaufgeregt zu Boths Füßen zu legen. Eine kleine Lektion mit großer Wirkung, die Hundetrainerin Patricia Both und Ehemann Michael beim Tierheimfest der Wau-Mau-Insel am Wochenende demonstrierten.

Begegnungen zwischen Mensch und Tier: Tierheimleiter Karsten Plücker sowie Lotta Pielow, Fenja Feyk und Petra Metz (von links). Fotos: Reifenhausen

Mehr als 260 Tiere leben zurzeit in Kassels Tierheim. Gut zwei Drittel davon sind Hunde. Der Rundgang durch die Zwingergasse wird von lautem Gebell begleitet, während die Hunde an die Gitter springen, um auf sich aufmerksam zu machen. Das rührt an. Frank Spohr und Renate Trebing besuchten mit ihren Kindern vor einigen Jahren das Tierheimfest, um ihren Kindern ein abschreckendes Beispiel zu zeigen. Heute ist die Familie um zwei Hunde reicher.

„Von den rund 1500 Tieren, die jährlich einen Besitzer finden sind die meisten Hunde“, sagt Tierheimleiter Karsten Plücker. Erfreuliche Zahlen, dank des verbesserten Images der Tierheime, so Plücker. Man betreibe mehr Service und eine effektivere Öffentlichkeitsarbeit. In Kassel stehen dem ambitionierten Vorstand des Bundes gegen Missbrauch der Tiere zurzeit 20 Festangestellte und 120 Ehrenamtliche zur Seite.

Mit Veranstaltungen wie die der Hundeschule, der Suchhunde-Staffel Werra-Meißner und Vorträgen über Tierversuche, die zum zweitägigen Sommerfest gehörten, schule man das Bewusstsein für die Partnerschaft Tier und Mensch. Am Wochenende waren viele Besucher auf dem Gelände an der Schenkebier Stanne unterwegs. „Nicht jeder kann einen Hund mitnehmen“, sagt Plücker. „Aber wie freuen uns über das große Interesse.“

Von Patricia Reifenhausen

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