Mehr als 25 Jahre im Stadtteil

Edeka Rommel schließt: Mehrere Interessenten für Immobilie in Harleshausen

Schließt Ende August: Mehr als 25 Jahre war der Edeka von Lothar Rommel in Harleshausen ansässig. 
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Schließt Ende August: Mehr als 25 Jahre war der Edeka von Lothar Rommel in Harleshausen ansässig. 

Der Edeka im Harleshäuser Ortskern wird zum letzten Mal am 28. August seine Türen öffnen. „Dann ist nach mehr als 25 Jahren Schluss“, sagt Betreiber Lothar Rommel.

Der 62-Jährige will kürzertreten und sich auf seinen Markt in Ahnatal konzentrieren. In fast 30 Jahren als Selbstständiger, habe er nahezu rund um die Arbeit gearbeitet, sagt Rommel. Jetzt wolle er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen.

Zuletzt hatte es Gespräche mit dem Biomarkt Greger gegeben, der überlegt hatte, einen Laden in Harleshausen zu eröffnen. Das Vorhaben hat sich allerdings zerschlagen. Auf HNA-Anfrage bestätigte Hans-Georg Greger, er habe zunächst Interesse an diesem Standort gehabt, sich die Situation angeschaut, aber dann wegen zu vieler Unwägbarkeiten die Idee erst einmal wieder aufgegeben. Er sei an einem zusätzlichen Standort interessiert, aber derzeit in Wilhelmshöhe voll ausgelastet.

Der Ortsbeirat hatte in seiner Sitzung großes Interesse an einem Bio-Markt für Harleshausen bekundet und will nun auch mit Flyern, Aufrufen, Anzeigen und über die Social-Media-Kanäle die Bürger beteiligen und dafür gewinnen, hieß es. Man müsse als Ortsbeirat selbst initiativ werden und etwa auch selbst Bio-Märkte anfragen. Man wolle alles dafür tun, dass es in Zukunft im Harleshäuser Ortskern weiterhin einen Standort für ein Lebensmittelgeschäft gebe und sich auch an die Stadt wenden, dass dafür ein Konzept entwickelt werde. Ein fußläufig erreichbarer Nahversorger stärke die Infrastruktur des Quartiers, sei klimaverträglich und auch im Hinblick auf die Altersstruktur Harleshausens wichtig, heißt es aus Sicht des Ortsbeirates.

Auch Lothar Rommel würde sich wünschen, dass auch künftig in der 550 Quadratmeter großen Immobilie wieder ein Lebensmittelmarkt zu finden ist. „Ich habe die Einrichtung erst vor zehn Jahren auf den neusten Stand gebracht“, sagt er. Wer sich hier ansiedele, brauche im Grunde nicht viel machen. Es gibt laut Rommel verschiedene Interessenten für die Immobilie. Bislang allerdings keine aus dem Lebensmittelbereich. Auch viele seiner Kunden seien enttäuscht und traurig, dass es bald keinen Lebensmittelladen mehr im Ortskern geben werde. (Sabine Oschmann und Kathrin Meyer)

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