Vereinigte Wohnstätten 1889 bauen vier Mehrfamilienhäuer aus Holz

Entwürfe für vier Neubauten im Feldlager gekürt

Der Siegerentwurf: Die vier Holzgebäude mit breiten Laubengängen gruppieren sich um einen begrünten Innenhof, auf den eine Stichstraße führt. Zudem ist eine Fahrradwerkstatt vorgesehen. Illustration: foundation 5+, Sprengwerk Architekten
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Der Siegerentwurf: Die vier Holzgebäude mit breiten Laubengängen gruppieren sich um einen begrünten Innenhof, auf den eine Stichstraße führt. Zudem ist eine Fahrradwerkstatt vorgesehen.

Das Neubaugebiet „Zum Feldlager“ in Harleshausen entwickelt sich rasant. Doch neben Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäusern sind dort auch Mehrfamilienhäuser geplant. So werden unter anderem die Vereinigten Wohnstätten 1889 vier Gebäude mit insgesamt 25 Wohnungen errichten. 2024 sollen die Mieter einziehen können.

Um eine möglichst hohe Qualität der Entwürfe zu erreichen, fand nun ein Architektenwettbewerb statt.

Acht Teilnehmer hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Jeweils ein Architekturbüro und ein Landschaftsarchitekt hatten in Arbeitsgemeinschaften ihre Entwürfe eingereicht. Als Sieger gekürt wurde die Planung der Kasseler Architekturbüros foundation 5+ und Sprengwerk.

2. Platz: Dieser Entwurf zeichnet sich durch seine modulare Bauweise aus.

Deren Entwurf sieht ein Ensemble aus vier dreigeschossigen Holzgebäuden vor, die sich um einen begrünten Innenhof gruppieren. Die Gebäude selbst sind flexibel nutzbar und bieten nicht nur die üblichen Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen. So sind Familienwohnungen und gemeinschaftliche Wohnformen darin möglich. Durchgängiges Gestaltungsmerkmal ist ein breiter Laubengang, der als Begegnungsfläche der Bewohner dienen soll. Auch eine gemeinschaftlich nutzbare Fahrradwerkstatt ist angedacht.

Den zweiten Platz im Wettbewerb belegten die Göttinger Architekten Werkstatt, die gemeinsam mit Wette und Küneke Landschaftsarchitekten aus Göttingen angetreten waren. Platz drei ging an Ohlmeier Architekten aus Kassel, die gemeinsam mit Tim Corvin Kraus Landschaftsarchitekten aus Hamburg ins Rennen gegangen waren.

Britta Marquardt vom Vorstand der Vereinigten Wohnstätten wies darauf hin, dass alle drei Preisträger dicht beieinander gelegen hätten. Tatsächlich sind einige Merkmale der Beiträge ähnlich. So handelt es sich in allen Fällen um Gebäude aus Holz. Das war zwar keine Vorgabe, aber die Wohnungsbaugenossenschaft hatte auf Nachhaltigkeit Wert gelegt.

Die Anordnung der Gemeinschaftsflächen und die Flexibilität der Gebäude habe letztlich den Ausschlag für die Entscheidung der Jury gegeben, sagte der Kasseler Architekt Alexander Reichel, der Vorsitzender des Preisgerichts war.

3. Platz: Auch bei diesem Entwurf setzten die Planer auf Holz als Baumaterial.

Der Bauherr will nun zunächst mit den Gewinnern des Wettbewerbs Gespräche über die Realisierung führen. „Noch dieses Jahr wollen wir die Planungen abschließen“, sagte Marquadt. Bis 2023 solle der Rohbau stehen. 5,5 Millionen planten die Vereinigten Wohnstätten zu investieren. Sozialwohnungen seien nicht Bestandteil des Konzepts. Aber man versuche in der Regel, bei den Neubauten unter zehn Euro pro Quadratmeter zu bleiben.

Obwohl die Idee für den Wettbewerb nicht von der Genossenschaft ausgegangen war, sondern vom Bauamt, zeigte sich Marquardt froh darüber, „dass man uns dazu gedrängt hat.“ Die Qualität sei auf diese Weise viel höher.

Stadtbaurat Christof Nolda erläuterte bei der digitalen Preisverleihung, dass insbesondere die Mehrfamilienhäuser in dem Quartier – von denen auch die GWH fünf Stück baut – auch die Funktion eines Treffpunkts hätten. Auch ein kleiner Quartiersplatz soll entstehen. (Bastian Ludwig)

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