Nach Ostern kommen die Bagger

Freibad Harleshausen wird für 3,4 Mio. Euro komplett erneuert

Alles wird neu gemacht: So soll das Schwimmbadgebäude mit Kassenbereich, Umkleiden und Sanitäranlagen aussehen. Separat gibt es noch einen Kiosk mit Terrasse, der künftig vom Förderverein des Freibads Harleshausen betrieben werden soll. Ansicht: Rennert/Baufrösche (nh) 

Kassel. Diesen Sommer werden die Harleshäuser Wasserratten auf dem Trockenen sitzen. Wegen der umfassenden Sanierung bleibt das Freibad geschlossen.

Die Bauarbeiten starten nach Ostern und sollen bis zur Freibad-Saison 2016 abgeschlossen sein. Auf die Wiedereröffnung können sich Schwimm- und Badefans im Stadtteil und darüber hinaus schon freuen: Denn das Bad und die zugehörigen Anlagen sind dann komplett neu.

„Wir haben eine intelligente, für die Nutzer attraktive und zugleich kostenbewusste Lösung gefunden“, sagte Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel gestern bei der Vorstellung der Pläne. 3,4 Millionen Euro stellt die Stadt für den Neubau zur Verfügung.

Einziger Wermutstropfen für sportliche Schwimmer wird sein, dass es künftig kein 50-Meter-Becken mehr gibt. In das alte Becken wird ein neues Edelstahlbecken eingesetzt, das 39 mal 16,6 Meter misst. Die Wasserfläche wird damit um ein Drittel kleiner sein als bisher.

Das neue Becken ist unterteilt in ein 25-Meter-Sportbecken mit vier Bahnen und einen Nichtschwimmer-Bereich. Zwei weitere Bahnen sind durchgehend und sind somit 39 Meter lang. Als neue Attraktion wird es eine sieben Meter lange und drei Meter breite Rutsche ins Becken geben.

Dieser Anblick ist bald Geschichte: Nach Ostern rücken auf dem Gelände des Freibads Harleshausen die Bagger an. Bis 2016 wird alles neu gemacht. Foto: Fischer

Ein besonderer Clou ist, dass die Schwimmbadtechnik – statt wie üblich in einem separat stehenden Gebäude – in den freien Bereich des alten Beckens eingebaut wird, erläuterte Manfred Lenhart vom Kasseler Planungsbüro Baufrösche. Auf diesem Technikgebäude wird ein Sonnendeck mit Blick über das Wasser angelegt.

Für Kleinkinder gibt es ein 65 Quadratmeter großes Planschbecken. Die sogenannte Matschkuhle, in der sich die jüngsten Besucher mit matschigem Sand vergnügen können, wird ebenso wie das Beachvolleyballfeld erhalten und auf Vordermann gebracht.

Die alten Schwimmbad-Gebäude werden abgerissen und neu gebaut. Am Eingangsbereich wird ein länglicher Bau mit Kasse, Umkleiden und Sanitäranlagen sowie den Räumen für das Personal entstehen. Im oberen Teil des Geländes, wo derzeit noch der Altbau steht, wird ein Kiosk mit großzügiger Sonnenterrasse geschaffen. Kosten und Regie dafür wird der Förderverein übernehmen. Bis das Geld für einen festen Kiosk aufgetrieben ist, wird ein Verkaufswagen aufgestellt.

Auch die neue Rutsche wird vom Förderverein finanziert. Die 80 000 Euro dafür habe man bereits zusammen, sagte Anita Mahrt, Vorsitzende des 740 Mitglieder starken Vereins. Sie strahlte vor Freude. Nach jahrzehntelangem Kampf sei der Erhalt des Bades nun endgültig besiegelt. „Das wird ein richtiges Kleinod“, sagte sie über die Pläne. 2016, zum 80. Geburtstags des 1936 erbauten Bads, wird also zugleich eine neue Ära beginnen.

Die Kasseler Baufirma Rennert wird das Projekt als Generalunternehmer für den gedeckelten Betrag von 3,4 Mio. Euro realisieren und hat neben den Baufröschen auch die Ingenieurgesellschaft Enco für die technischen Anlagen sowie weitere, ausschließlich lokale Unternehmen mit im Boot. KVV-Geschäftsführer Norbert Witte bezeichnete nicht nur die Realisierung für einen Pauschalbetrag, sondern auch die Entwürfe für das neue Bad als „optimal“.

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