Symbolfigur des Stadtteils

Harleshäuser Papp-Osse feiert Comeback beim Bürgerfest

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Der Papp-Osse bei einem seiner großen Auftritte im Jahr 2013: beim Ossenfest auf dem Daspel . Die Harleshäuser gewannen damals mit rund 2000 Teilnehmern in historischer Kleidung die Kostümwette im Vorfeld der 1100-Jahr-Feier Kassels.

Harleshausen. Seit Kassels Stadtjubiläum 2013 steht der Harleshäuser Osse aus Pappmaschee unbeachtet in einer Garage. Zum Bürgerfest wird die Symbolfigur wieder aufgestellt.

Stadtteilbotschafter Carsten Höhre hübscht jetzt die von Kinderhand geschaffene Symbolfigur für das Bürgerfest am 18. Februar wieder auf. Seine großen Auftritte als Symbolfigur des Stadtteils hatte dieser Osse 2013 zur 1100-Jahr-Feier Kassels. Seit inzwischen zweieinhalb Jahren steht das Pappmaschee-Modell, das Mädchen und Jungen der Harleshäuser Kindertagesstätten geschaffen haben, in der Garage von Carsten Höhre. Ein trauriger Anblick: überall Beulen und Kratzer, die Hörner angebrochen, der Schwanz notdürftig mit Klebefolie befestigt.

Für den Papp-Ossen aus Kinderhand sollen jetzt aber wieder bessere Zeiten anbrechen, verspricht Stadtteilbotschafter Höhre. Seit zwei Wochen ist er mit dem Comeback des annähernd lebensgroßen Ochsen-Modells beschäftigt. Der 56-Jährige bessert mit Folie und Kleber die Schäden aus, sorgt mit Pinsel und Farbe für einen neuen Anstrich.

Mit Pinsel am wackeligen Horn: Carsten Höhre bessert die Schäden des Pappmaschee-Ossen für das Bürgerfest aus.


In rund zwei Wochen soll der Osse nämllich erneut im Mittelpunkt einer Feier stehen. Für Samstag, 18. Februar, laden die Harleshäuser zum Bürgerfest ein. Gefeiert wird der 1104. Geburtstag der Stadt Kassel. Die Ossen sind Gastgeber. Klar, dass der Papp-Osse der Kitas da nicht fehlen darf, betont Carsten Höhre, der den seit 2013 jährlich gefeierten Stadtgeburtstag im vierten Stadtteil mitorganisiert.

Kostümwette gewonnen

Schon einmal haben die Harleshäuser mit dem Modell für Aufsehen gesorgt. Beim Ossenfest am 18. Februar 2013, mit dem der Stadtteil das Jubiläumsjahr der Stadt eingeläutet hatte, versammelten sich geschätzte 2000 Menschen in historischen Kleidern. Der Umzug auf den Daspel startete von den Kitas aus – vorneweg der selbstgebastelte Papp-Osse. Stadtteilbotschafter Höhre hatte damals gewettet, dass es 1100 Kostümierte werden würden. Weil die Wette gewonnen wurde, hatte der Oberbürgermeister Märchen der Brüder Grimm in einer Harleshäuser Kita zu lesen. OB Bertram Hilgen meinte damals: „Noch nie habe ich eine Wette so gern verloren wie heute.“

Schäden am Hinterteil: Kratzer müssen beseitigt, der Schwanz muss befestigt werden.

Alle Wett-Teilnehmer waren dann für den 15. September 2013 zum Festzug zur 1100-Jahr-Feier eingeladen. Auch bei diesem Umzug wies der Papp-Osse auf die Geschichte der Harleshäuser hin. Diese sollen 1604 einen Auerochsen des Landgrafen, der unerlaubt auf ihren Feldern weidete, kurzerhand geschlachtet haben. Dafür mussten sie mehr als 200 Jahre lang Strafe zahlen und werden seither „Harleshäuser Ossen“ genannt.

An dem Bürgerfest zum Stadtgeburtstag beteiligen sich 27 Gruppen, Institutionen und Einzelpersonen. Mit dabei seien alle größeren Harleshäuser Vereine, aber auch Beiträge aus anderen Stadtteilen, kündigt Höhre an.

Drinnen und draußen

Gefeiert wird auf dem Ossenplatz (Ecke Wolfhager/Karlshafener Straße) sowie in der ehemaligen Bezirksstelle und dem Gemeindehaus der Erlöserkirche. Das Programm wollen Stadt und Stadtteil demnächst vorstellen.

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