Neuer Platz im Zentrum

Stadtteil Harleshausen bekommt einen Treffpunkt an der Wolfhager Straße

Hier, an der Ecke Wolfhager/Karlshafener Straße, in Harleshausen entsteht der neue Dorfplatz. Ende November soll er fertig werden. Die Trafostation ist weg und macht Platz für einen Treffpunkt mitten im Stadtteil. Foto: Malmus

Harleshausen. Der Stadtteil am Rande des Habichtswalds bekommt einen neuen Mittelpunkt. An der Ecke Wolfhager/Karlshafener Straße im Zentrum des Orts - nur einen Steinwurf von der Kirche entfernt - entsteht derzeit für veranschlagte 185.000 Euro eine Art Dorfplatz mit viel Grün und Sitzgelegenheiten.

Einen Namen hat der Platz noch nicht, aber er wird einen bekommen.

„Wir sind alle sehr froh, dass das belebte Stadtteilzentrum durch diese Investition weiter aufgewertet wird“, sagte die stellvertretende Ortsvorsteherin Helga Weber. Sie hofft, dass die Arbeiten – wie geplant – bis Ende November abgeschlossen werden, „damit wir dort einen kleinen Weihnachtsmarkt abhalten können“. Denkbar und wünschenswert sei auch ein Wochenmarkt. Die Händler entlang der Wolfhager Straße könnten sich ja Gedanken machen, welchen Beitrag sie dazu leisten könnten und wollten, regt Weber an.

Trafohäuschen weg

Der Platz in seiner alten Form war wenig attraktiv. Zum einen war er zweigeteilt, zum anderen nahm eine recht große Trafostation mitten drin dem Platz jegliche Atmosphäre. Das wird sich nun ändern. Das Trafohäuschen ist durch eine sehr viel kleinere Schaltanlage ersetzt worden, die an den oberen Rand des Platzes verbannt wurde. Das Hochbeet ist verschwunden. Zur Bebauung hin, also in Richtung Süden und Westen entsteht eine schmucke Sandsteinmauer. Die fünf Mehlbeerbäume bleiben erhalten und bekommen Verstärkung durch einen weiteren Artgenossen. Die bestehende Hainbuchenhecke oberhalb der Mauer wird ergänzt.

Optisch abgerundet wird der neue Platz mit schicken Sitzbänken und einer „Ossenstele“. Für Nicht-Harleshäuser: Harleshäuser heißen im Volksmund Ossen – sprich Ochsen. An der Stele wird jene legendäre Jagd auf einen Auerochsen im Jahr 1604 wiedergeben, bei der die aufgebrachten Bauern das Tier des mächtigen Landgrafen Moritz erlegten, weil es regelmäßig deren Felder zertrampelte. Das hatte eine drastische Strafe seitens des Halters zur Folge.

Wann der Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite, also an der Ecke Wolfhager/Obervellmarer Straße, umgestaltet wird, ist noch unklar. Ursprünglich sollten die Arbeiten parallel laufen, dann wurde das Parkplatz-Projekt zurückgestellt.

Von José Pinto

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