Harleshausen: Chefarzt-Villa weicht zwei neuen Wohnhäusern

Wird nach unten versetzt: die Einfahrt zu dem Grundstück von der Klinikstraße aus. Die Chefarzt-Villa soll abgebrochen werden.

Harleshausen. Mehrfamilienhäuser sollen auf dem Grundstück der ehemaligen Chefarzt-Villa neben der Paracelsus-Elena-Klinik errichtet werden. Der Baustart ist für 2017 vorgesehen.

Die Tage der ehemaligen Chefarzt-Villa an der Paracelsus-Elena-Klinik in Harleshausen sind gezählt. Das seit Jahren leerstehende Gebäude auf dem rund 2260 Quadratmeter großen Grundstück an der Klinikstraße soll im nächsten Jahr für den Bau von zwei Mehrfamilienhäusern abgebrochen werden.

Lexikonwissen:

Die Paracelsus-Elena-Klinik im Regiowiki

Die Pläne für die aus zwei Vollgeschossen und einem auf jeder Seite zurückgesetzten Staffelgeschoss bestehenden Neubauten haben der Bauunternehmer Thilko Gerke (Rennert GmbH) und Architekt Uwe Hoegen (Büro Baufrösche Architekten und Stadtplaner GmbH) jetzt vorgestellt. Danach sind in den beiden Mehrfamilienhäusern jeweils fünf Wohneinheiten in folgenden Größen vorgesehen: Drei-Zimmer Wohnungen mit 85 bis bis 100 Quadratmetern, Vier-Zimmer Maisonette-Wohnungen mit 128 Quadratmetern sowie Penthouse-Wohnungen mit 156 bis 175 Quadratmetern.

Errichtet werden die „Zwei Wohnhäuser im Park“, so der Projekttitel, durch die Bauherrengemeinschaft Wilhelmshöhe GbR. Neben Thilko Gerke gehört ihr Dr. Sascha Haghani an. Bauherren und Architekt hoffen, dass im Herbst nächsten Jahres mit dem Abbruch und dem Neubau begonnen werden kann.

Wie berichtet, waren die ersten Pläne für eine Bebauung des Villen-Grundstücks bereits im September 2015 im Harleshäuser Ortsbeirat vorgestellt worden. Damals hatten drei Architekturbüros ihre Konzeptstudien präsentiert. In Abstimmung mit der Stadt Kassel habe man sich dann für den Entwurf des Architekturbüros Baufrösche entschieden, berichtet Gerke.

Bei der Platzierung der als hochwertig und nachhaltig geplanten Neubauten werde auf die angrenzenden Wohnhäuser - vor allem nördlich des Grundstücks zur Straße Sängelsrain - Rücksicht genommen, betont Architekt Hoegen. Die Häuser passten sich in die umliegende Bebauung und Landschaft ein. Durch die Hanglage könne eine ebenerdige Tiefgarage mit zehn Stellplätzen unter den Häusern und eine Fläche außen mit weiteren drei Stellplätzen angelegt werden.

Alle Wohnungen erhalten Terrassen, Balkone oder Loggien. Fahrstühle in beiden Häusern werden die Etagen barrierefrei zugänglich machen. Die Ein- und Ausfahrt zur Klinikstraße wird weiter nach unten versetzt. Die parkartige Außenfläche soll von den Bewohnern gemeinschaftlich genutzt werden - inklusive des unter Denkmalschutz stehenden Teehäuschens.

Mitte / Ende 2017 wolle man in die Vermarktung gehen, kündigt Gerke an. Erst dann könne man auch über Preise reden. Es sei noch nicht grundsätzlich entschieden, ob die Wohneinheiten ausschließlich vermietet oder auch verkauft würden. Gerke: „Die Tendenz geht aber in Richtung Vermietung.“

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