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Historischer Wasserturm in Harleshausen wird saniert

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Von: Bastian Ludwig

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Der Wasserturm auf dem Gelände des DB-Ausbesserungswerkes in Kassel-Harleshausen mit einem Gerüst.
Der Wasserturm auf dem Gelände des DB-Ausbesserungswerkes in Kassel-Harleshausen wird bis Mitte März saniert. Der Kugelbehälter benötigt unter anderem einen neuen Anstrich. © Andreas Fischer

In Harleshausen ist der alte Wasserturm ein Symbol. Nun wurde der fast 100 Jahre alte Turm eingerüstet, damit er saniert werden kann.

Kassel - Der Wasserturm steht auf dem Gelände des Ausbesserungswerks der Deutschen Bahn – sogar eine Siedlung wurde nach dem Bauwerk am Frasenweg benannt.

Es sind die Vorboten einer Sanierung, die von Februar bis Mitte März laufen soll, wie die Bahn auf HNA-Anfrage mitteilt. Bei einer routinemäßigen Überprüfung war der Sanierungsbedarf festgestellt worden.

Der große Wasserbehälter braucht einen neuen Anstrich – auch um gegen Rost geschützt zu sein. Zudem müssen das Mauerwerk, das Gesims und die Fenster instandgesetzt werden. Weil der um 1925 errichtete Wasserturm – wie auch Teile des DB-Werks als solches – unter Denkmalschutz steht, laufen die Arbeiten in Abstimmung mit dem Hessischen Landesamt für Denkmalschutz.

Der Wasserturm in Kassel-Harleshausen, erbaut um 1925.
So sieht der Wasserturm in Kassel-Harleshausen ohne Gerüste aus: Er wurde um 1925 erbaut. © Landesamt für Denkmalschutz

Der achteckige Wasserturm mit dem markanten kugelförmigen Behälter (Klönne-Behälter) wird noch heute als solcher genutzt. Der sachlich-expressionistisch gestaltete Bau dient als Speicher für das Betriebswasser und als zentraler Löschwasservorrat des Werkes, in dem die Deutsche Bahn vor allem ihre Dieseltriebzüge wartet, repariert und modernisiert.

Anders als früher wird das Wasser aber nicht mehr aus der Fulda bis nach Harleshausen gepumpt, sondern kommt aus dem Kasseler Wassernetz. Das Reservoir stand ursprünglich über einen Hochbehälter am Tannenwäldchen in Verbindung mit der alten Pumpstation an der Fulda am Auedamm.

Das Ausbesserungswerk am Frasenweg war ab 1893 entstanden. Nachdem die Eisenbahnwerkstätten an der Südseite des Hauptbahnhofs zu klein geworden waren, wurde das Werk ab 1906 stetig erweitert.

Im Zweiten Weltkrieg wurden etliche Hallen stark beschädigt. Die älteste Halle 1, die um 1908 als Lokomotiv-Richthalle gebaut wurde, ist bis heute der Kern des Ausbesserungswerks. Auch wegen ihrer spätgründerzeitlichen Backsteingiebel steht sie ebenfalls unter Denkmalschutz.

Dies gilt auch für den ab 1937 erbauten Spitzbunker, der ein weiteres prägendes Bauwerk des Areals ist und unweit des Wasserturms steht. In ihm brachten sich die Mitarbeiter bei einem Luftangriff in Sicherheit. (Bastian Ludwig)

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