Tier hatte bereits vor zwei Wochen ein Kind schwer verletzt

Dobermann-Mischling läuft in Kassel auf Schulhof und verletzt mehrere Kinder

Kassel. Ein Hund hat im Kasseler Stadtteil Harleshausen mehrere Kinder verletzt. Bei dem Tier handelt es sich um denselben Hund, der vor zwei Wochen Kinder in Süsterfeld-Helleböhn verletzt hatte.

Aktualisiert um 17.46 Uhr. Diesmal war der Dobermann-Mischling laut Polizei am Dienstag gegen 11.45 Uhr auf den Schulhof der Grundschule Harleshausen gelaufen und Bällen hinterher gejagt. Dann habe er Kinder angesprungen. "Vier Schüler im Alter von einmal 7 und dreimal 8 Jahren trugen dadurch Kratzer davon, die nach erster Einschätzung überwiegend von den Krallen des Tiers und in einem Fall möglicherweise auch von einem Zahn des Hundes verursacht worden sein dürften", sagt die Polizei. Zwei Kinder seien gestürzt, als sie vor dem Hund wegliefen, und zogen sich Schürfwunden zu. 

Nach Angaben von Schulleiterin Cornelia Schein hat der Hund nach mehreren Kindern geschnappt, aber diese nicht wirklich gebissen. Die Polizei ermittelt jetzt gegen die 50-jährige Hundehalterin wegen fahrlässiger Körperverletzung. Vor zwei Wochen war ein Kind schwer verletzt worden.

Ordnungsamt stellt Hund sicher

Mitarbeiter des Ordnungsamts stellten den Hund am Dienstag sicher und brachten ihn in die städtische Unterbringungsstelle für vermeintlich gefährliche Hunde. Dort soll das Tier einem Wesenstest unterzogen werden.

Die Hundehalterin hatte sich am Dienstagnachmittag beim Ordnungsamt gemeldet und mitgeteilt, dass ihre Hündin am Vormittag von Zuhause weg- und direkt auf den benachbarten Schulhof der Grundschule Harleshausen gelaufen sei. Der genaue Ablauf wird noch von der Polizei ermittelt.

Nach dem ersten Vorfall am 10. August, zu dem Ermittlungen des Polizeireviers Süd laufen, wurde der Hundehalterin vom Ordnungsamt auferlegt, den Hund nur an der Leine und mit Maulkorb spazieren zu führen. Zum Zeitpunkt des zweiten Vorfalls war bereits ein Termin zur Begutachtung des Hundes vereinbart worden, schreibt die Stadt Kassel. "Das Ordnungsamt sah sich jedoch veranlasst, diesen Termin nicht abzuwarten, sondern unmittelbar zu handeln und das Tier sicherzustellen. Dies geschah mit dem ausdrücklichen Einverständnis der Hundehalterin, die sich kooperativ zeigte und in den Gesprächen mit dem Ordnungsamt den Eindruck vermittelte, mit der Erziehung ihres Hundes überfordert zu sein."

Welche Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen werden, werde nach der Begutachtung entschieden. Bei dem etwa einjährigen Hund handelt es sich um eine Mischung aus den Rassen Dobermann und Belgischer Schäferhund, der nach der "Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden (HundeVO)" nicht als so genannter Listenhund gilt.

Nach Informationen der HNA soll sich die Frau nach der ersten Attacke in Süsterfeld-Helleböhn bei den Kindern entschuldigt haben.

Hund verletzte erneut Schüler in Kassel: Schulleiterin schildert den Vorfall

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