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Lange Schlangen vor Testcentern: Viele Betreiber planen Ausweitung der Öffnungszeiten

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Von: Matthias Lohr, Andreas Hermann, Kathrin Meyer, Marie Klement

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Bei Coronatests für Kitakinder sind die meisten Kommunen und Träger zurückhaltend.
Mit den neuen Corona-Regeln steigt die Nachfrage nach Schnelltests. © Roland Weihrauch/dpa

Kassel – Seit bei Veranstaltungen vielfach auch von Geimpften und Genesenen ein Test verlangt wird, ist der Ansturm auf die Testcenter groß. Vor allem, weil ohnehin durch die 3G-Regel am Arbeitsplatz und im Öffentlichen Nahverkehr mehr Tests notwendig werden.

So bildeten sich am Wochenende teils lange Schlangen – auch, weil sonntags viele Testcenter geschlossen sind. Eine Teststelle, die auch sonntags geöffnet hat, ist die im Eigenart an der Wilhelmshöher Allee. Dort wuchs die Schlange der Wartenden am frühen Sonntagabend auf 200 Meter an. Die Reaktion der Testwilligen und der Tester auf diesen Ansturm: Ungläubigkeit. Auch mit Termin betrug die Wartezeit etwa 30 Minuten, bis zum Testergebnis vergingen weitere 40. So wurde es für einige Getestete – unter ihnen viele Huskies-Fans und Besucher des Staatstheaters – eng bis zum Beginn ihrer Veranstaltung. „Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet“, sagte ein Ehepaar ratlos.

Ein Mitarbeiter bestätigte die große Nachfrage. Man plane deshalb auch die anderen Standorte des Betreibers in der Kurfürstengalerie, am Gala-Metzner-Platz und vor dem Rewe in Waldau am Wochenende zu öffnen. Der Standort an der Wilhelmshöher Allee soll jetzt von 7 bis 22 Uhr geöffnet sein.

Auch andere Testcenter bestätigten die steigende Nachfrage. Apotheker Dennis Witt, der unter anderem das Testcenter im Filmpalast betreibt, bestätigte, dass man die Kapazitäten auf fünf Teststraßen erweitert. Auch sei jetzt länger geöffnet.

Von Covimedical, Betreiber des Testcenters am Struthbachweg, hieß es: Man sei am Montag zu 80 Prozent ausgelastet und spüre die gestiegene Nachfrage deutlich. Probleme mit knapp werdenden Schnelltests gab es bislang bei keinem Betreiber, man habe sich auf die Situation gut vorbereitet.

Das einzig verbliebene Testcenter in Wilhelmshöhe bleibt derweil weiter geschlossen. Die von der Landgraf-Karl-Apotheke neben dem ICE-Bahnhof betriebene Einrichtung hatte vor zwei Wochen nach einer Kontrolle des Gesundheitsamts wegen angeblicher Mängel schließen müssen. Dies stößt nicht nur im Stadtteil auf Kritik. Apotheker Jürgen Müller-Rebstein, dessen Frau Angela das Testcenter betreibt, sagt: „Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Tagen wieder aufmachen können.“

Ein neues Corona-Testzentrum eröffnet die Firma Primemed am Freitag, 10. Dezember, im Stadtteil Harleshausen. Da sich das Angebot bewusst auch an Unternehmen richte, die ihre Mitarbeiter testen lassen wollen, seien lange Öffnungszeiten vorgesehen, berichtet Betreiber Daniel Amirzada. Das Zentrum wird in der Straße Zum Feldlager 2 (Gebäude neben Harleshäuser Bahnhof) zu finden sein und soll nach Amirzadas Angaben wochentags von 6.30 bis 22 Uhr, samstags von 9 bis 23 Uhr und sonntags von 9 bis 21 Uhr öffnen. Tests gibt es dort sowohl ohne Anmeldung als auch mit Anmeldung im Internet.

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