Durch Wesenstest gefallen

Nach Angriff auf Schulkinder aus Kassel: Dobermann-Mischling als gefährlich eingestuft 

Nach Angriff auf Schulkinder in Süsterfeld-Helleböhn und Harleshausen ist eine einjährige Hündin durch den Wesenstest gefallen.

Die Fälle haben für Aufsehen gesorgt: Im August hat ein Dobermann-Mischling erst Schüler der Grundschule Süsterfeld-Helleböhn angegriffen. Dabei wurde ein Junge schwer verletzt. Tage später attackierte die Hündin auch Kinder der Grundschule in Harleshausen. Nun ist das Tier durch einen Wesenstest gefallen, den ein Sachverständiger mit ihm gemacht hat. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Demnach sei die einjährige Hündin derzeit als „gesteigert gefährlich“ einzustufen und bis auf Weiteres nicht vermittelbar. Bei dem Wesenstest, für den die Hündin auch angeleint durch die Kasseler Fußgängerzone laufen musste, sei diese kaum noch zu führen beziehungsweise zu halten gewesen. 

„Auf alles, was sich bewegte – egal, ob Fußgänger, Radfahrer oder selbst die Straßenbahn – reagierte die Hündin mit massivem Beute- und Verfolgungsverhalten. Insbesondere bei vorbeifahrenden Radfahrern und bei Begegnungen mit Artgenossen war die Hündin kaum noch zu kontrollieren“, heißt es.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Nach dem zweiten Angriff der Hündin auf dem Schulhof in Harleshausen hatte das Ordnungsamt das Tier sichergestellt und die städtische „Unterbringungsstelle für vermeintlich gefährliche Hunde“ gebracht. Um möglichst eine lebenslange Unterbringung der noch jungen Hündin zu vermeiden, sei mit dem Leiter der Stelle vereinbart, dass dieser in den kommenden Monaten mit der Hündin an ihren Defiziten arbeitet. Sobald die Aussicht bestehe, dass diese einen erneuten Wesenstest bestehen könnte, werde ein zweiter mit ihr gemacht.

Für die Kosten in der städtischen Unterbringung, für die 350 Euro pro Monat anfallen, und die Kosten des Wesenstestes (250 Euro) müsse die 50-jährige Halterin aufkommen, so Stadtsprecher Claas Michaelis. Die Polizei hat gegen die Frau wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt und das Verfahren an die Staatsanwaltschaft übergeben.  

Rubriklistenbild: © DSD/Pexels/nh

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Kommentare

GustchenAntwort
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Hätte wäre wenn...
Dieser Hund hat Kinder attackiert und mit dem durchgefallenen Wesenstest bewiesen das eine Wiederholung jederzeit möglich ist.
Ich denke das das jahrelange Einsperren, auch im Interesse des Hundes, keine tierfreundliche Lösung ist.
PS Ob der Halter Schuld ist spielt doch jetzt keine Rolle mehr. Der Hund ist jetzt vermurkst.
Es müsste jeder einen Hundeführerschein beim Erwerb eines Welpen oder älteren Hundes vorlegen, dann wäre man schon auf dem richtigen Weg.

KnuffimanAntwort
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Bleibt es nicht, in den richtigen Händen.

KnuffimanAntwort
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Wiederspruch wertes Gustchen. Zu 99% ist es der Halter. Der Hund ist ein Rudeltier und dieser braucht einen Rudelführer. Wenn jemand diese Rolle nicht übernehmen kann, ist er/sie nicht geeignet einen Hund zu führen. Dabei ist es egal ob Pekinese oder Pittbull. Die Rolle des Rudelführers ist immer die Gleiche. Daher sollte ein Hundeführerschein eingeführt werden. Der Rest ergibt sich von selbst.

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