Fertigstellung bis Ende 2019

Neubauten an der Harleshäuser Klinikstraße: Von der Ärzte-Villa zum Wohn-Mix

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So soll der Neubau aussehen: der Plan für die beiden Wohnhäuser an der Klinikstraße.

Wo bis zum Sommer die Chefarzt-Villa der Paracelsus-Elena-Klinik stand, nimmt bereits der Neubau von zwei Häusern mit insgesamt zwölf Wohnungen Formen an.

Das Erdgeschoss – mit Tiefgarage für zehn Autostellplätze – ist im Rohbau schon erkennbar. Bis Herbst oder spätestes Ende 2019 sollen die Arbeiten auf dem knapp 2300 Quadratmeter großen Grundstück an der Klinikstraße (Hausnummer 16 a) in Harleshausen abgeschlossen sein.

Eine Investitionssumme von knapp vier Millionen Euro nehmen Thilko Gerke (Rennert Bauunternehmen) und Dr. Sascha Haghani nach eigenen Angaben für das Projekt in die Hand. Die Neubauten und Wohnungen sollen nach Fertigstellung nicht verkauft werden, sondern im Eigentum ihrer gemeinsamen Kommanditgesellschaft bleiben und vermietet werden.

63 bis 170 Quadratmeter

Die zwölf Wohnungen sind in Größen zwischen 63 und 170 Quadratmetern geplant. Wie Gerke betont, werde keine homogene Mietstruktur angestrebt. Vielmehr sei ein bunter Mix an Wohnungen vorgesehen – vom Zwei-Zimmer-Appartement für Singles über Vier-bis-Fünf-Zimmer-Wohnung für Familien bis hin zum Penthouse.

Die ersten Wände stehen: Arbeiter des Bauunternehmens Rennert sind derzeit mit dem Rohbau im Erdgeschoss beschäftigt. Die Fertigstellung der Gebäude ist für Ende 2019 vorgesehen, im Hintergrund ein Teil der Elena-Klinik.

Die Lage der Immobilie in Harleshausen ist gut. Ganz billig wird es also für jene, die dort zur Miete wohnen wollen, nicht werden. Je nach Wohnungsgröße sei mit einem Preis zwischen neun und zwölf Euro pro Quadratmeter für die Kaltmiete zu rechnen, sagt Gerke. Mit der Vermarktung der Wohnungen ist die Heindrich Immobilien GmbH (Kassel) beauftragt (Kontakt: 0561 / 701880, E-Mail: info@heindrich.de). An Heindrich sollten sich Mietinteressenten wenden. Zwar habe es bereits eine ganze Reihe von Anfragen gegeben, noch seien aber die Wohnungen zu haben, versichert Gerke.

Diskussionen im Stadtteil

„Sehr transparentes Planungsverfahren“: Thilko Gerke.

Dem Abbruch der ehemaligen Chefarzt-Villa und dem Baustart Ende August waren rund zwei Jahre für die Planung und Genehmigung vorausgegangen. Wie berichtet, hatte das Bauvorhaben im Stadtteil und vor allem bei den Anwohnern für Diskussionen gesorgt. Auch die Denkmalpflege hatte Bedenken geäußert. Deshalb habe man sich mit der Umsetzung viel Zeit gelassen und das Verfahren so transparent wie möglich gestaltet, betont Investor und Bauunternehmer Gerke. Die Auflagen zum Schutz des alten Baumbestandes und des Denkmalschutzes seien beachtet worden. So werde zum Beispiel auch die historische Mauer belassen beziehungsweise zur Klinikstraße hin wieder errichtet.

Im Vergleich zum früheren Zustand zu Zeiten des Ärzte-Bungalows müssen Einfahrt und Eingang um einige Meter an der Einbahnstraße nach unten versetzt werden. Das Erdgeschoss ist das Verbindungsstück. Die zweieinhalb Geschosse darüber stehen räumlich getrennt voneinander (siehe Illustration). Neben den zehn Stellplätzen in der Tiefgarage sind weitere vier im Außenbereich vorgesehen. Einer davon soll mit Ladestation für Elektro-Fahrzeuge ausgerüstet werden.

Von Andreas Hermann

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