Langes Warten auf Bänke – Bepflanzung steht auch aus

Ossenplatz in Harleshausen ist immer noch nicht fertig

Gähnende Leere: Der Ossenplatz in Harleshausen ist schick anzusehen. Zum Verweilen lädt er aber nicht ein. Denn Bänke und Bepflanzung fehlen. Foto: Pinto

Eigentlich sollten sie längst stehen. Aber wegen Zuständigkeitsquerelen zwischen den beteiligten Ämtern und der komplizierten Umwidmung von Verfügungsmitteln für Ortsbeiräte hat es immer wieder Verzögerungen bei der Aufstellung dreier Bänke auf dem neuen Dorfplatz in Harleshausen, dem Ossenplatz, gegeben.

Die Folge: Das Frühjahr ist fast um und noch immer herrscht gähnende Leere an der Ecke Wolfhager/Karlshafener Straße. Vor allem ältere Menschen beklagen, dass man dort nach getätigten Erledigungen nicht verweilen und ausruhen kann.

„Das ist alles sehr, sehr ärgerlich“, kommentiert Ortsvorsteher Reinhard Wintersperger die ausstehende endgültige Fertigstellung des Projekts, um das die Harleshäuser solange gerungen hatten. Vor Weihnachten war der Platz übergeben worden. Pünktlich zum Frühjahrsbeginn hatten ihn die Menschen im Rahmen eines Festes auf seinen jetzigen Namen getauft.

Wann genau die Bänke aufgestellt werden, weiß der Ortsvorsteher noch immer nicht, aber immerhin soviel: Sie werden in der ersten Juli-Woche an das beauftragte Bauunternehmen geliefert. „Wann die dann Zeit findet, sie aufzustellen, ist noch unklar“, sagt Wintersperger, der schon gar nicht mehr weiß, was er antworten soll, wenn er auf dieses leidige Thema angesprochen wird. Die Verzögerung sei umso ärgerlicher, als die Kasseler Sparkasse und der Bürgerverein je 2300 Euro für diesen Zweck gespendet hätten. Und die warteten ebenfalls auf die Aufstellung. Den Rest – also gut 3600 Euro – zahlt die Stadt nach einigem internen Hick-Hack aus Verfügungsmitteln.

Bepflanzung fehlt

Aber auch nach Aufstellung der Sitzmöbel wird der Platz noch nicht ganz fertig sein. Denn die Bepflanzung fehlt ebenfalls. Laut Wintersperger, weil es über deren Art unterschiedliche Auffassungen zwischen Ortsbeirat und Gartenamt gibt. Auch deswegen, weil noch unklar ist, ob die Etablierung eines Wochenmarkts auf dem Ossenplatz gelingt. Davon hängt die Art der Bepflanzung ab.

Gespräche mit Marktbeschickern werden geführt. Anfang Juli will sich der Ortsbeirat erneut mit dem Thema befassen. Unklar ist auch, ob es im Winter einen Weihnachtsmarkt und -baum auf dem am Ende rund 200.000 Euro teuren Stadtteilplatz geben wird.

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