CDU will im OB-Wahlkampf mit Bundesgartenschau punkten - ein Kommentar

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Zog 5,5 Millionen Besucher an: Die Bundesgartenschau im Jahr 1981 war ein Publikumsmagnet. Mittlerweile sind die Besucherzahlen gesunken. Nach Schwerin kamen im Jahr 2009 noch 1,9 Millionen Menschen.

Der CDU-Oberbürgermeisterkandidat für Kassel, Ernst Wegener, will die Bundesgartenschau 2021 nach Kassel holen und damit im Wahlkampf punkten. Ein Kommentar zum Thema.

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Kann irgendwer etwas dagegen haben, dass Kassel wieder einmal eine Bundesgartenschau ausrichtet? Dass man sich jetzt darum kümmert, vielleicht im Jahr 2022, also in elf Jahren, die Stadt zum Blühen zu bringen? Wohl kaum. Harmloser geht es kaum. Soll das wirklich der Einstieg in einen Wahlkampf sein, an dessen Ende die Ablösung von Bertram Hilgen als Oberbürgermeister stehen könnte?

Ernst Wegener

Als Einstieg in eine politische Auseinandersetzung taugt der Vorstoß von Ernst Wegener nicht. Man könnte darüber lächeln und es als netten Versuch abtun. Es könnte aber auch sein, dass wir gerade den Auftakt eines ausgesprochen ungewöhnlichen Wahlkampfs erleben. Dieser Kandidat will womöglich gar keinen Streit und keine Provokation. Das wirkt sympathisch, ist aber zu wenig.

Harten Themen wie Haushaltssanierung, Schwimmbäder oder Langes Feld kann sich Wegener auf Dauer nicht entziehen. Es sei denn, er will viel lieber Kulturberater als Oberbürgermeister werden.

Von Thomas Siemon

tos@hna.de

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