Jungkoch Moritz Zinn gewinnt ersten Preis der Hessischen Jugendmeisterschaften

Harte Arbeit und Talent

Ehrung für Jungkoch: Julius Wagner (von links, Hauptgeschäftsführer der Dehoga Hessen) und Anna Homm (Geschäftsführerin der Dehoga Hessen) ehrten den Auszubildenden Moritz Zinn mit dem ersten Platz der Hessischen Jugendmeisterschaften für Azubis. Gratuliert haben auch Jens Richter (Ausbilder und Koch im Gutshof) und Herwig Leuk (Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes Kassel), der in der Jury saß. Foto:  Grigoriadou

Kassel. Mit einer Forellenterrine auf Rauchtomaten und Rote Beete startete der 21-jährige Moritz Zinn vor einigen Wochen sein Prüfungsmenü bei den Hessischen Jugendmeisterschaften. „Von der Vorspeise bis zum Dessert hatte das Menü einen hohen Anspruch“, lobt Jury-Mitglied Herwig Leuk, Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes Kassel (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband).

Als dann die Suppe serviert wurde - eine Velouté von der Petersilie mit pochierten Wachteleiern und Bacon - kristallisierte er sich zu einem der Favoriten heraus.

Heute hält Moritz Zinn, der im Kasseler Gutshof im dritten Ausbildungsjahr steht, die Auszeichnung - den ersten Platz - in seinen Händen. Aber so richtig glauben kann der Koch-Auszubildende es immer noch nicht. Insgesamt 42 junge Frauen und Männer aus Hessen, die eine Ausbildung zum Koch absolvieren, traten bei dem vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband organisierten Wettbewerb an.

Entspannte Atmosphäre

Von streitsüchtiger Konkurrenz gab es allerdings keine Spur. „Es war eine so entspannte Atmosphäre untereinander, dass das Kochen gleich viel mehr Spaß gemacht hat. Wir saßen abends zusammen und haben uns sogar Tipps gegeben“, sagt Moritz Zinn, der schon als kleiner Junge seine Leidenschaft für Kochkunst entdeckte. „Meine Eltern haben in Homberg/Efze ein Landhotel. Ich bin also von klein auf in der Küche herumgelaufen und hab in die Töpfe geschaut.“

Eine gute Portion Talent, ein kreativer Kopf, gepaart mit harter Arbeit unter der Leitung des Ausbilders Jens Richter im Restaurant Gutshof, verhalfen dem jungen Koch zu einer Meisterleistung. „Die Azubis hatten gewisse Vorgaben, was die einzelnen Gänge betraf“, erklärt Moritz Zinn. „Zum Beispiel musste es in der Vorspeise Forelle geben.“

Was dazu noch gezaubert wurde, lag allein in den Händen der Jungköche. „Ich hatte großen Respekt vor diesem Wettbewerb. Schließlich haben Koch-Azubis aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet mitgemacht.“ Während in Nordhessen eher gutbürgerliche Küche bevorzugt werde, gäbe es im Süden eher gehobenere Küche, sagt der hessische Jugendmeister. Davon aber wollte Herwig Leuk nichts wissen. „Die Nordhessen sind kulinarisch gut vertreten“, weiß er und lacht.

Ideal für Globetrotter

Schade, dass der Beruf des Kochs zurzeit negativ im Gespräch ist, bedauert Anna Homm, Geschäftsführerin des Dehoga. „Dieser Beruf öffnet den Menschen Türen auf der ganzen Welt, und gegessen wird schließlich immer.“

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Von Anthoula Grigoriadou

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