Jürgen Müller ist designierter Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Kassel

Arbeitet seit zwei Jahren auf einer Baustelle: BZ-Chef Jürgen Müller. Foto: Fischer

Kassel. Seit fünf Jahren leitet Jürgen Müller als Geschäftsführer des Bildungszentrums (BZ) Kassel eine der größten Fortbildungseinrichtungen Deutschlands. Demnächst soll der 52-Jährige die Handwerkskammer (HWK) mit ihren fast 100 Mitarbeitern führen.

Der Vorstand um Kammerpräsident Heinrich Gringel hat ihn für dieses Amt vorgeschlagen. Im Dezember stellt sich der Diplomökonom in der Vollversammlung – dem Parlament des Handwerks – zur Wahl.

Sollte das Gremium für ihn stimmen, will Müller an Bewährtem festhalten, „aber die bereits gut aufgestellte Kammer weiterentwickeln und auf die künftigen Herausforderungen vorbereiten“. Damit meint er insbesondere die demografische Entwicklung und Fachkräftesicherung. „Das ist die wichtigste Aufgabe von Kammern und Verbänden“, sagt der designierte HWK-Chef.

Müller soll zum 1. Januar 2017 die Nachfolge von Eberhard Bierschenk antreten, der dann 68-jährig in den Ruhestand geht. Zur Einarbeitung wechselt Müller aber bereits zum 1. September zur Kammer. Dass die Stabübergabe nicht schon früher erfolgt, hat mit dem größten Kammerprojekt aller Zeiten zu tun. Denn seit 2013 läuft eine umfassende Sanierung. Erweiterung und Neuausrüstung des Komplexes für 35 Millionen Euro. Und dies sollen Bierschenk auf kaufmännischer Seite und Müller von der Umsetzung her nach dem Willen der Gremien zu Ende bringen. Im kommenden Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. „Dieses Projekt ist beruflich meine bislang größte Herausforderung“, sagt Müller.

Er wurde in Speyer geboren. Als Dreijähriger kam der BZ-Chef mit seinen Eltern nach Kassel, absolvierte das Fachabitur an der Paul-Julius-Reuter-Schule und studierte Wirtschaftswissenschaften. Danach arbeitete er zunächst als Assistent der Geschäftsführung für einen Handwerksbetrieb in Northeim und wechselte dann zum Beratungsunternehmen RKW Hessen in Eschborn. Von 2007 bis zu seinem Wechsel zum BZ war er dessen Geschäftsführer.

Müller, der eine enge Zusammenarbeit mit dem Ehrenamt – also Vollversammlung und Präsidenten – anstrebt, ist verheiratet. In seiner Freizeit stehen Wandern, Kino, Theater, Lesen und Museumsbesuche auf dem Programm.

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