Haushalt 2018

Kassel will 95 Millionen Euro in Schulen, Kita-Plätze und Straßen investieren

Kassel. 100.000 Euro für ein documenta-Gutachten und millionenschwere Investitionen sieht die Stadt Kassel für das kommende Jahr vor.  

Geld für Schulen, Kita-Plätze, Straßen und mehr: Knapp 95 Millionen Euro will die Stadt Kassel mit Unterstützung des Landes Hessen im nächsten Jahr investieren. Das sieht der aktualisierte Haushaltsplan 2018 vor, den Oberbürgermeister und Kämmerer Christian Geselle am Montag vorgestellt hat.

Im Vergleich zu dem Ende August eingebracht Entwurf steigt demnach die Investitionssumme um rund 33 Millionen Euro. Grund dafür ist das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP 2) des Landes für Schulen, aus dem Kassel 31 Millionen erhält. Welche Schulen erneuert würden, werde erste später entschieden, betonte Geselle.

Aktuell rechnet der OB für 2018 mit einem Überschuss von 7,7 Mio. Euro. „Unsere gute Haushaltslage gibt uns Spielräume, um unvorhergesehene Ereignisse wie die Finanzsituation der documenta 14 abfedern zu können.“ So will die Stadt – neben der Bürgschaft über vier Mio. Euro – der documenta gGmbH weitere 100.000 Euro zuschießen. Geselle: „Das ist unser erster Beitrag zur Finanzierung eines Gutachtens, das Handlungsempfehlungen für die künftigen Strukturen der documenta gGmbH aufzeigen soll.“

Stadt und Land als documenta-Gesellschafter wollen mit dem Geld ein externes Beratungsunternehmen beauftragen. Das Gutachten solle personelle, organisatorische und finanzielle Strukturen der documenta-Gesellschaft (vor allem zu Controlling und Risikomanagement) untersuchen sowie Verbesserungsvorschläge machen, betonte der OB.

Mehr Geld für Initiativen

Mehr Geld der Stadt Kassel sollen auch soziale und kulturelle Einrichtungen erhalten:
Drogenhilfe Nordhessen: 57.000 Euro mehr
Komödie Kassel: letztmalig 40.000 Euro
Caritas: 20.750 Euro für den Dolmetscher-Pool
Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS):80.000 Euro zur Anmietung neuer Räume
Rathaus-Mitarbeiter: 335.000 Euro für neue Job-Tickets.

Nach Geselles Angaben sind im kommenden Jahr rund 48 Millionen Euro an Investitionen vorgesehen, die nicht durch Drittmittel (Förderung) finanziert werden. Wie berichtet, soll etwa in 517 neue Kita-Plätze, in Straßen und Gebäude sowie in das Kultur- und Freizeitangebot (etwa documenta-Institut) investiert werden. Geld soll etwa in die Druseltalstraße, die Wolfhager Straße und in den Umbau der Königsstraße fließen.

Die im nächsten Jahr erwarteten Erträge für die Stadt sind laut Geselle nahezu unverändert. Der Finanzausschuss wird über den Haushalt 2018 am 29. November beraten. Die Stadtverordneten sollen ihn in der Sitzung am 11. Dezember beschließen. 

Rubriklistenbild: © Fischer

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