Unternehmen soll gerettet werden

Kasseler Haustechnikfirma Truss ist zahlungsunfähig

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Kasseler Haustechnikfirma Truss ist zahlungsunfähig

Kassel. Das Kasseler Haustechnik-Unternehmen August Truss GmbH & Co. KG ist zahlungsunfähig. Wie am Montag bekannt wurde, hat die seit über 150 Jahren bestehende Traditionsfirma mit Sitz am Franzgraben im Stadtteil Wesertor am vergangenen Mittwoch beim Amtsgericht Kassel Insolvenzantrag gestellt.

Aktualisiert um 15.05 Uhr

Am Freitag sind dann die etwa 100 Kasseler Beschäftigten offiziell informiert worden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Gericht den Kasseler Rechtsanwalt Dr. Martin Moderegger bestellt. Dieser sprach gegenüber der HNA von einer „Schieflage im Millionenbereich“. Das Unternehmen habe Liquiditätsschwierigkeiten, jedoch einen soliden Auftragsbestand.

Die Anstrengungen der Insolvenzverwaltung gingen nun dahin, das Traditionsunternehmen zu retten. Moderegger sagte, aktuell habe er noch keinen Überblick über die gesamten Zahlungsverpflichtungen. Die Perspektive für Truss werde auch vom Votum der Gläubiger abhängen, die bisher noch nicht getagt hätten: „Derzeit gibt es keine Garantie, wo die Reise hingehen wird“, sagte der Anwalt.

Ebenfalls am Mittwoch hatte Truss-Geschäftsführer Ingo Günther auch Insolvenzantrag für drei Einzelunternehmen der Haustechnikfirma Gebro in Paderborn, Brilon und Büren gestellt. Diese gehören seit 2011 zur Kasseler Unternehmensgruppe Truss, haben noch einmal rund 100 Mitarbeiter und steuern rund die Hälfte des Jahresumsatzes von zuletzt etwa 25 Mio. Euro bei. (asz)

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