Stadt investiert zehn Millionen Euro in den Anbau und in die Sanierung

Heinrich-Schütz-Schule: Stadt investierte zehn Millionen Euro

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Großzügiger Rahmen: Der Schulhof der Heinrich-Schütz-Schule wird jetzt südlich von einem lang gestreckten, attraktiven Anbau (Foto) begrenzt. Er bietet 13 Fachräumen Platz.

Vorderer Westen. Die Heinrich-Schütz-Schule (HSS) hat ein neues Gesicht bekommen und somit eine völlig veränderte Anmutung: Der jetzt fertiggestellte, parallel zur Wilhelmshöher Allee verlaufende, lang gestreckte Gebäuderiegel bietet einen imposanten Rahmen für das alte kubische Hauptgebäude.

Das hat bekanntlich der berühmte Architekt Heinrich Tessenow (1876-1950) entworfen. Es war 1930 – damals als Malwida-von-Meysenbug-Schule – als architektonisches Ideal der Moderne bezogen worden.

Für die Architekten vom Kasseler Architekturbüro Schultze + Schulze war die Nähe zum berühmten Tessenow Verpflichtung und Herausforderung zugleich: „Wir setzten auf eine moderne Sprache, die sich gleichzeitig von Tessenow absetzen sollte“, sagen Wolfgang Schulze und Oliver Berger. Der klar und großzügig strukturierte, strahlend weiße Anbau verträgt sich mit dem Hauptgebäude stilistisch auf ideale Weise. Die Vorzüge des Altbaus werden hervorgehoben.

Moderne Materialien

Lange hatte Jörg Sperling, der Schulleiter der kooperativen Gesamtschule an der Freiherr-vom-Stein-Straße, auf die Sanierung seiner Schule gewartet. Mit dem 60-Millionen-Euro schweren Sonderinvestitionspaket, das die Stadt Kassel hauptsächlich in die Sanierung ihrer Schulgebäude steckte, ging es vor knapp zwei Jahren endlich los. Insgesamt wurden zehn Millionen Euro, darunter auch städtische Haushaltsmittel, in den Neubau und in die Sanierung des Altbaus inklusive neuer Mensa investiert. In nicht mal zwei Jahren ist am Standort HSS quasi eine völlig neue, schöne Schule entstanden.

Das neue Gebäude, ein ökologisches Passivhaus mit 2300 Quadratmetern Gesamtfläche auf 2,5 Etagen, ist nicht nur attraktiv, es hat es auch in sich. Es bietet Platz für 13 variable Fachräume, in erster Linie werden hier Naturwissenschaften und Musik unterrichtet.

Bis ins Detail wurden modernste Materialien verwendet wie die Hightech-Textilien für den Sonnenschutz: Durch die hellen Sonnensegel kann man hindurchblickten, gleichzeitig halten sie UV-Strahlen ab.

Nach dem Umbau: Das ist die neue Heinrich-Schütz-Schule

Auch der Altbau mit seinen typisch schlichten Elementen wurde sensibel saniert. Das wird in den Fluren und messingverzierten Treppenaufgängen, in den beiden Turnhallen, aber vor allem anhand der alten Aula deutlich. Dort wurde sogar das Originalparkett mit seinen Brandbombenspuren aus dem Zweiten Weltkrieg sorgfältig abgeschliffen und erhalten.

Ein alter, auf südlicher Seite befindlicher Fachklassentrakt in Waschbeton-Optik ist bereits abgerissen. Jetzt kommt die kleine Grünanlage mit ihrem alten Baumbestand von der Wilhelmshöher Allee aus gut zur Wirkung. Später soll hier eine Terrasse an der Schulmensa im Erdgeschoss der Schule entstehen.

Von Christina Hein

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