Kalte Jahreszeit leert Geldbeutel

Heizkostenexplosion: Der Winter wird richtig teuer

Kassel. Mit Beginn der Heizperiode kommen schlechte Nachrichten: Die Heizkosten steigen weiter in die Höhe. Waren sie bereits im vergangenen Jahr um durchschnittlich neun Prozent gestiegen, so wird dieser Trend in diesem Winter weiter anhalten und unsere Geldbeutel strapazieren.

„Die Heizkosten werden sich für Mieter in diesem Jahr noch einmal um 130 bis 150 Euro erhöhen“, prognostiziert die Geschäftsführerin des Mieterbundes Nordhessen, Dr. Esther Tiedtke. Ursachen seien kältere Temperaturen und steigende Energiepreise.

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Aufgrund des kälteren Klimas hatten die Deutschen 2012 durchschnittlich fünf Prozent mehr Heizenergie verbraucht als 2011. Die Preissteigerung bei Heizöl betrug neun Prozent, die Erdgas- und Fernwärmepreise erhöhten sich jeweils um fünf Prozent. Diese Zahlen haben die Experten der gemeinnützigen co2online GmbH im aktuellen bundesweiten Heizspiegel veröffentlicht. Die Temperaturen waren in diesem Jahr gegenüber einem identischen Vorjahreszeitraum nochmals um zwölf Prozent niedriger als 2012.

Ein kalter und langer Winter treibt den Energieverbrauch in die Höhe. „Allein die niedrigen Temperaturen zwischen Januar und März 2013 kosten den Verbraucher zusätzlich etwa 55 bis 65 Euro“, schätzt Lukas Siebenkotten, der Direktor des Deutschen Mieterbunds.

Sorgen bereiten zudem die weiter steigenden Energiepreise. Gas und Fernwärme sind im 1. Halbjahr 2013 wieder um 1,4 beziehungsweise 4,5 Prozent teurer geworden. Auch der Preis für Heizöl steige, sagt Siebenkotten. Vom kälteren Wetter profitieren die Heizöllieferanten. Händler in der Region rechnen damit, dass sie wegen des steigenden Heizölverbrauchs in diesem Jahr zehn Prozent mehr Heizöl verkaufen als im Jahr 2012. Zurzeit werden Spättanker belohnt: Das Heizöl kostet fünf Cent weniger als zu Beginn des Jahres.

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Von Christina Hein

Rubriklistenbild: © dpa

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