Sanierung der ehemaligen DRK-Kliniken

Helios investiert 50 Millionen Euro in Standorte in Kassel und Kaufungen

Haupteingang der ehemaligen DRK-Kliniken in Kassel. Bald steht dort Helios.
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So wird es aussehen: der neue Helios-Schriftzug über dem Eingang der ehemaligen DRK-Kliniken in Wehlheiden.

Die ehemaligen DRK-Kliniken Nordhessen in Kassel sollen auf Vordermann gebracht werden. Die Helios-Gruppe will mehr als 50 Millionen Euro investieren.

Kassel – Jetzt wird es konkret. Für die Modernisierung der ehemaligen DRK-Kliniken Nordhessen nimmt der neue Haupteigentümer einen Batzen Geld in die Hand. Mehr als 50 Millionen Euro investiert die Helios-Gruppe in die Standorte in Wehlheiden und Kaufungen. Nach ersten Kalkulationen gibt Regionalgeschäftsführer Robert Möller einen Betrag von 51,5 Millionen Euro an.

Knapp ein Drittel der Summe wird durch das Land Hessen gefördert. Den Rest, 34 Millionen Euro, stemmt Europas größter privater Klinikbetreiber aus eigener Tasche.

Der größte Anteil fließt in die Gebäudesanierung, nämlich 32 Millionen Euro. Zum einen sollen Stationen und OP-Bereich auf den neuesten Stand gebracht werden, zum anderen entspreche der Brandschutz nicht mehr aktuellen Standards, wie Möller sagt: „Außen wollen wir den Altbau-Charme erhalten, innen wollen wir moderne Medizin und Pflege anbieten.“

Darüber hinaus sind für Investitionen in die Medizintechnik fünf Millionen Euro vorgesehen. Für Technik und Betriebsmittel, worunter zum Beispiel die Trinkwasserversorgung fällt, sind 4,4 Millionen Euro veranschlagt. Zudem werden gut zehn Millionen Euro in den ambulanten Bereich gesteckt. Das betrifft vor allem den Standort in Kaufungen. Wie berichtet, soll dort ein ambulantes Zentrum entstehen. Mit dem Baustart sei nicht vor 2022 zu rechnen, erklärt Möller. Mehrere Jahre sind für die Modernisierung eingeplant.

Kurzum: Die Helios-Kliniken Kassel und speziell das Haus in Wehlheiden sollen zu einem regionalen Zentrum entwickelt werden, zu dem neben Kaufungen auch der Helios-Standort im nordrhein-westfälischen Warburg gehört. Überhaupt sollen die Mitarbeiter und Patienten in Nordhessen in Zukunft vom Netzwerk des Konzerns profitieren, wie es Ulrike Heesemann, die medizinische Regionalgeschäftsführerin, ausdrückt.

Allein in Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken. Jährlich werden rund 5,2 Millionen Patienten behandelt. Das Unternehmen, das zur Fresenius-Gruppe gehört und seinen Hauptsitz in Berlin hat, beschäftigt in Deutschland 73 000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 nach eigenen Angaben einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro.

Heesemann sagt: „Unsere Häuser sind vernetzt. So wird von überall ein Zugriff auf alle Spezialisten ermöglicht.“ Jeder könne sich bedienen. Zweimal im Jahr träfen sich Chefärzte der jeweiligen Disziplinen, um über Strategien, Entwicklungen und Behandlungen zu beraten. An jedem Standort sollten die gleichen Standards gelten, erklärt Heesemann. Zudem würden Beschlüsse der Chefärzte auch darauf Einfluss nehmen, welche Materialien besorgt werden müssen.

In der aktuellen Übergangsphase in Kassel und Kaufungen fällen Möller und Heesemann in enger Absprache mit Geschäftsführerin Claudia Nehrig die Entscheidungen. Die neuen Impulse von Helios würden die Mitarbeiter gut annehmen, sagt Nehrig. Heesemann und Möller spüren sogar eine Art Aufbruchstimmung. (Robin Lipke)

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